MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Der Roboterhund Unitree Go1, bekannt für seine Erschwinglichkeit und Vielseitigkeit, steht aufgrund von Sicherheitslücken im Fokus der Aufmerksamkeit. Diese Schwachstellen könnten es Angreifern ermöglichen, den Roboter aus der Ferne zu übernehmen, was insbesondere in militärischen Anwendungen schwerwiegende Folgen haben könnte.
Der Unitree Go1, ein beliebter Roboterhund, der häufig zu Forschungszwecken eingesetzt wird, ist von zwei bedeutenden Sicherheitslücken betroffen. Diese Schwachstellen könnten es Angreifern ermöglichen, die Kontrolle über den Roboter aus der Ferne zu übernehmen. Besonders besorgniserregend ist dies in militärischen Anwendungen, wo der Roboter bereits vom U.S. Marine Corps getestet wurde, um gepanzerte Fahrzeuge zu bekämpfen.
Die erste Sicherheitslücke betrifft die Verbindung des Go1 zu einem Fernwartungsdienst namens Cloudsail, die automatisch beim Booten des Roboters hergestellt wird. Mit einem bekannten API-Schlüssel des Herstellers könnten Angreifer diese Verbindung nutzen, um den Roboter zu steuern. Diese Schwachstelle wurde mit einem mittleren Schweregrad von 6,6 bewertet, was nahe an einem hohen Schweregrad liegt.
Eine weitere Schwachstelle liegt in der Verwendung eines Raspberry Pi für die Steuerung des Roboters. Hier können Angreifer mit allgemein bekannten Zugangsdaten wie dem Benutzernamen ‘pi’ und dem Passwort ‘123’ Zugriff erlangen. Eine Änderung dieser Zugangsdaten könnte jedoch die Funktionalität des Roboters beeinträchtigen, da einige Skripte auf diese Standarddaten angewiesen sind.
Unitree hat bereits auf die erste Schwachstelle reagiert und den API-Schlüssel zurückgezogen, jedoch bleibt die Empfehlung von Sicherheitsexperten, den Cloudsail-Dienst vollständig zu deaktivieren. Dies würde das Risiko eines unbefugten Zugriffs erheblich reduzieren.
Der Nachfolger des Go1, der Go2, ist bereits auf dem Markt, jedoch ist unklar, ob dieser ebenfalls von ähnlichen Sicherheitsproblemen betroffen ist. Die Sicherheitslücken im Go1 werfen Fragen zur allgemeinen Sicherheit von Robotiksystemen auf, insbesondere wenn sie in sicherheitskritischen Bereichen eingesetzt werden.
Die Diskussion um die Sicherheitslücken im Unitree Go1 verdeutlicht die Notwendigkeit, bei der Entwicklung und dem Einsatz von Robotern verstärkt auf Sicherheitsaspekte zu achten. Dies gilt besonders für Anwendungen, bei denen die Roboter in sensiblen oder sicherheitskritischen Umgebungen eingesetzt werden.
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