MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – In der Welt der Bürosoftware ist Sicherheit ein entscheidendes Thema, insbesondere wenn es um weit verbreitete Anwendungen wie LibreOffice geht. Eine kürzlich entdeckte Sicherheitslücke in dieser beliebten Open-Source-Suite hat die Aufmerksamkeit von IT-Sicherheitsexperten auf sich gezogen. Diese Schwachstelle ermöglicht es Angreifern, unter Windows durch manipulierte Links in Dokumenten potenziell schädliche Dateien auszuführen.



Die Sicherheitslücke in LibreOffice betrifft insbesondere Windows-Nutzer, da hier die Möglichkeit besteht, dass Angreifer durch präparierte Links in Dokumenten die Systemfunktion ShellExecute missbrauchen. Diese Funktion erlaubt es, Hyperlinks direkt zu öffnen, was unter bestimmten Umständen zur Ausführung von ausführbaren Dateien führen kann. Die Entwickler von LibreOffice haben schnell reagiert und eine aktualisierte Version der Software veröffentlicht, die diese Schwachstelle schließt.

Der Mechanismus, der eigentlich verhindern soll, dass Pfade zu ausführbaren Dateien an ShellExecute weitergereicht werden, kann durch die Nutzung von Nicht-Datei-URLs umgangen werden. Diese URLs werden von ShellExecute als Windows-Dateipfade interpretiert, was das Risiko erhöht, dass schädliche Software ausgeführt wird. Die Sicherheitslücke wurde unter der Kennung CVE-2025-0514 registriert und mit einem CVSS-Wert von 7.2 als hoch eingestuft.

Die Entwickler von LibreOffice haben die fehlerkorrigierten Versionen ab Version 24.8.5 bereitgestellt, die diese Umgehungsversuche blockieren. Es wird allen Nutzern, insbesondere denen, die Windows verwenden, dringend empfohlen, auf diese oder neuere Versionen zu aktualisieren. Die aktualisierte Software steht auf der offiziellen Download-Seite von LibreOffice zur Verfügung.

Diese Sicherheitslücke ist nicht die erste, die in LibreOffice entdeckt wurde. Bereits im vergangenen Jahr wurde eine Schwachstelle bekannt, bei der die Reparaturfunktion für beschädigte ZIP-Dateien digitale Signaturen fälschlicherweise als gültig anerkannte. Solche Vorfälle unterstreichen die Notwendigkeit, Software regelmäßig zu aktualisieren und Sicherheitslücken schnell zu schließen, um die Integrität und Sicherheit der Systeme zu gewährleisten.

Die Reaktion der LibreOffice-Entwickler zeigt, wie wichtig es ist, auf Sicherheitsbedrohungen schnell zu reagieren und die Nutzer über potenzielle Risiken zu informieren. In einer Zeit, in der Cyberangriffe immer raffinierter werden, ist es entscheidend, dass Softwareanbieter proaktiv handeln, um die Sicherheit ihrer Produkte zu gewährleisten.

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Sicherheitslücke in LibreOffice: Gefahr durch manipulierte Dokumente unter Windows
Sicherheitslücke in LibreOffice: Gefahr durch manipulierte Dokumente unter Windows (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)

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