MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Entdeckung eines schwefelbasierten Moleküls im All könnte neue Einblicke in die Entstehung des Lebens auf der Erde bieten. Forscher haben kürzlich ein spektrales ‘Fingerprint’ dieses Moleküls erstellt, das in der Nähe eines jungen, sonnenähnlichen Sterns gefunden wurde.
Die jüngste Entdeckung eines schwefelbasierten Moleküls im Weltraum könnte entscheidende Hinweise auf die Entstehung des Lebens auf der Erde liefern. Wissenschaftler haben ein spektrales ‘Fingerprint’ eines speziellen Moleküls namens einfach deuteriertes Methylmercaptan (CH2DSH) erstellt, das in der Nähe eines jungen Sterns entdeckt wurde, der unserer Sonne ähnelt. Diese Entdeckung könnte helfen, die chemischen Prozesse zu verstehen, die zur Bildung von Leben geführt haben.
Schwefel ist ein essentielles Element für das Leben, wie wir es kennen, und spielt eine zentrale Rolle bei der Bildung von Proteinen und Aminosäuren. Die Forscher nutzten die Kanadische Lichtquelle (CLS) an der Universität von Saskatchewan, um zu untersuchen, wie CH2DSH auf ultrabrightes Synchrotronlicht reagiert. Diese Art von Licht emuliert den Prozess, der Sterne antreibt, und bietet Einblicke in die chemischen Reaktionen, die im interstellaren Raum stattfinden.
Hayley Bunn vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Deutschland, die Hauptautorin der Studie, erklärte, dass das Ziel darin bestehe, die chemischen Grenzen zu erforschen, die zur Bildung größerer biologischer Moleküle führen könnten. Sie hofft, eines Tages die Frage beantworten zu können, wie diese Moleküle auf Planeten vererbt werden und möglicherweise Leben hervorbringen.
Die Untersuchung konzentrierte sich darauf, wie CH2DSH auf ultrabrightes Synchrotronlicht reagiert, das von beschleunigten geladenen Teilchen emittiert wird. Diese Reaktion simuliert die Auswirkungen, die Sterne auf Moleküle im Weltraum haben können. Sterne erzeugen Energie durch Kernfusion, und ein Teil dieser Energie wird in Licht umgewandelt, das in den Weltraum emittiert wird und nahegelegene Moleküle ionisieren kann.
Die Instrumente der CLS ermöglichen ein besseres Verständnis der Dynamik des interstellaren Mediums und der chemischen Ursprünge schwefelbasierter Moleküle, die möglicherweise zur Entstehung des Lebens auf der Erde vor Milliarden von Jahren beigetragen haben. Die Forscher hoffen, durch die Suche nach weiteren CH2DSH-Molekülen im fernen Weltraum ein tieferes Verständnis der zugrunde liegenden Chemie zu erlangen.
Die Ergebnisse der Studie wurden zur Veröffentlichung in den Astrophysical Journal Letters angenommen. Eine Vorabversion der Studie ist auf arXiv.org verfügbar. Diese Entdeckung könnte nicht nur unser Verständnis der chemischen Prozesse im Weltraum erweitern, sondern auch neue Perspektiven auf die Entstehung des Lebens auf der Erde eröffnen.
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