MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Eine neue Studie hat gezeigt, dass die Impfung gegen Gürtelrose das Risiko, an Demenz zu erkranken, erheblich senken kann. Diese Erkenntnis könnte einen bedeutenden Einfluss auf die öffentliche Gesundheit haben, da es derzeit nur wenige wirksame Maßnahmen zur Verzögerung des Demenzbeginns gibt.
Die jüngste Forschung, veröffentlicht in der renommierten Zeitschrift Nature, legt nahe, dass die Impfung gegen Gürtelrose das Risiko, an Demenz zu erkranken, um 20 Prozent reduzieren kann. Diese Ergebnisse stützen die Theorie, dass einige virale Infektionen langfristige Auswirkungen auf die Gehirnfunktion haben können und dass deren Prävention möglicherweise den kognitiven Abbau verzögern kann.
Die Studie nutzte eine einzigartige Gelegenheit in Wales, wo ein spezifisches Impfprogramm für Menschen im Alter von 79 Jahren eingeführt wurde. Diese natürliche Experimentierumgebung ermöglichte es den Forschern, die Auswirkungen der Impfung auf das Demenzrisiko zu untersuchen, indem sie die Gesundheitsdaten von über 280.000 Menschen analysierten.
Ein bemerkenswerter Aspekt der Studie ist die Verwendung des älteren Impfstoffs Zostavax, der inzwischen durch den wirksameren Impfstoff Shingrix ersetzt wurde. Frühere Untersuchungen deuten darauf hin, dass Shingrix möglicherweise noch stärkere schützende Effekte gegen Demenz bietet, was die Bedeutung der Impfung weiter unterstreicht.
Die Mechanismen, durch die die Gürtelrose-Impfung vor Demenz schützen könnte, sind vielfältig. Eine Theorie besagt, dass die Impfung die Reaktivierung des Varicella-Zoster-Virus verhindert, was wiederum die durch das Virus verursachte Neuroinflammation reduziert. Diese Entzündungen gelten als schädlich für das Gehirn und könnten zu kognitiven Beeinträchtigungen führen.
Ein weiterer möglicher Schutzmechanismus ist die allgemeine Stärkung des Immunsystems durch die Impfung. Interessanterweise zeigte die Studie, dass Frauen, die tendenziell stärkere Immunantworten auf Impfungen haben, einen größeren Schutz vor Demenz erfuhren als Männer. Auch Menschen mit Autoimmunerkrankungen und Allergien profitierten stärker von der Impfung.
Obwohl die Studie nicht zwischen verschiedenen Demenzarten unterscheidet, deuten andere Forschungen darauf hin, dass der Schutz vor Alzheimer durch die Gürtelrose-Impfung besonders ausgeprägt sein könnte. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass einige Alzheimer-Fälle mit einer geschwächten Immunität in Verbindung stehen.
Die Ergebnisse dieser Studie könnten weitreichende Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheitspolitik haben, insbesondere in Ländern mit alternden Bevölkerungen. Die Förderung der Gürtelrose-Impfung könnte ein einfacher und effektiver Weg sein, das Risiko von Demenzerkrankungen zu reduzieren und die Lebensqualität im Alter zu verbessern.
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