MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Schufa, Deutschlands führende Auskunftei, hat kürzlich einen bedeutenden Schritt in Richtung Transparenz unternommen, indem sie Verbrauchern ermöglicht, ihren Bonitätsscore selbst nachzurechnen.
Die Schufa, bekannt für ihre Rolle bei der Bewertung der Kreditwürdigkeit von Verbrauchern, hat lange Zeit ihre Bewertungsmethoden als Geschäftsgeheimnis gehütet. Doch nun öffnet sich die Auskunftei und bietet einen neuen Bonitätsscore an, den Verbraucher anhand ihrer eigenen Daten nachvollziehen können. Diese Entwicklung kommt nicht nur den Forderungen von Verbraucherschützern nach mehr Transparenz nach, sondern entspricht auch einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs, das im Februar ergangen ist.
Mit der Einführung des neuen Scores reduziert die Schufa die Anzahl der Kriterien, die in die Bewertung einfließen, drastisch von über 250 auf nur noch zwölf. Zu diesen Kriterien gehören unter anderem Zahlungsausfälle, das Alter des ältesten Bankvertrages und die Restlaufzeit von Krediten. Jedes Kriterium wird mit einer bestimmten Punktzahl bewertet, die Verbraucher in ihrem Schufa-Account einsehen können. Diese Umstellung soll nicht nur mehr Klarheit schaffen, sondern auch einige der bisherigen negativen Einflüsse auf die Bewertung beseitigen.
In der Vergangenheit war der Schufa-Score für viele Verbraucher eine undurchsichtige Blackbox. Zwar gab die Schufa an, welche Faktoren den Score negativ beeinflussen könnten, doch das genaue Ausmaß blieb unklar. Mit dem neuen System wird es möglich, die eigene Kreditwürdigkeit besser zu verstehen und gegebenenfalls zu verbessern. Dies ist besonders wichtig, da ein schlechter Score erhebliche Auswirkungen auf die finanziellen Möglichkeiten eines Verbrauchers haben kann, wie etwa die Ablehnung von Krediten oder Mobilfunkverträgen.
Der neue Schufa-Score wird auch die bisherigen Branchenscores ersetzen, die spezifisch für Banken, Leasingunternehmen und andere Schufa-Kunden entwickelt wurden. Diese Veränderung wird derzeit von 17 Banken und Unternehmen getestet, um die Prognosegüte des neuen Systems zu überprüfen. Die Schufa plant, den neuen Score bis Ende des Jahres allgemein verfügbar zu machen, doch es wird erwartet, dass der Übergang einige Zeit in Anspruch nehmen wird, da die Branche stark reguliert ist und eine Abstimmung mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht erforderlich ist.
Ein weiterer Vorteil der Umstellung ist die Beseitigung von Mehrfachzählungen bei Anfragen nach Girokonten und Kreditkarten innerhalb einer 28-Tage-Frist, die bisher den Score negativ beeinflussen konnten. Verbraucher können ab Ende des Jahres kostenlos auf ihren Schufa-Account zugreifen und detaillierte Informationen darüber erhalten, welche Daten die Schufa über sie gespeichert hat. Dies ist über die Online-Ausweisfunktion des Personalausweises möglich, die eine sichere Anmeldung gewährleistet.
Die Schufa-Tochter Forteil bietet bereits die Möglichkeit, den aktuellen Basisscore über die Bonify-App abzurufen. Auch hier ist eine Anmeldung mit der eID erforderlich. Alternativ können Verbraucher eine Datenkopie gemäß der Europäischen Datenschutzgrundverordnung direkt über die Schufa-Website anfordern und erhalten alle gespeicherten Daten kostenlos auf Papier nach Hause geschickt.
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