MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Schufa, Deutschlands führende Auskunftei, hat einen bedeutenden Schritt in Richtung Transparenz unternommen. Verbraucher können nun ihre Kreditwürdigkeit selbst nachvollziehen, was eine langjährige Forderung von Verbraucherschützern erfüllt.
Die Schufa hat angekündigt, ihre bisherige Geheimniskrämerei zu beenden und Verbrauchern mehr Einblick in die Berechnung ihrer Bonität zu gewähren. Diese Entscheidung folgt auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs, das mehr Transparenz forderte. Die Schufa bietet nun einen neuen Bonitätsscore an, den Verbraucher anhand ihrer eigenen Daten selbst berechnen können. Dies ist ein bedeutender Schritt, da der Schufa-Score bisher als Blackbox galt, deren genaue Berechnungsmethoden ein gut gehütetes Geheimnis waren.
Der neue Score reduziert die Anzahl der Kriterien von über 250 auf nur noch zwölf, die für die Bewertung der Zahlungsfähigkeit relevant sind. Zu diesen Kriterien gehören unter anderem Zahlungsausfälle, das Alter des ältesten Bankvertrags und die Kredite mit der längsten Restlaufzeit. Diese Informationen können Verbraucher in einem Schufa-Account einsehen, was ihnen ermöglicht, ihre Bonität besser zu verstehen und zu kontrollieren.
In der Vergangenheit war der Schufa-Score für viele Verbraucher ein Mysterium. Zwar gab es Hinweise darauf, welche Faktoren den Score negativ beeinflussen könnten, doch das genaue Ausmaß blieb unklar. Mit der Einführung des neuen Scores reagiert die Schufa auf die Kritik von Verbraucherschützern und erfüllt die Forderungen nach mehr Transparenz. Dies könnte auch die Kosten für Kredite beeinflussen, da eine schlechte Bonitätsnote oft zu höheren Zinsen führt.
Der neue Schufa-Score wird die bisherigen Branchenscores ersetzen. Diese Branchenscores wurden bisher von Banken und anderen Schufa-Kunden abgerufen, um die Zahlungsfähigkeit ihrer Kunden einzuschätzen. Der neue einheitliche Score wird derzeit von 17 Banken und Unternehmen getestet und soll bis Ende des Jahres verfügbar sein. Die Umstellung auf den neuen Score könnte jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen, da die Branche stark reguliert ist und eine Abstimmung mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht erforderlich ist.
Ein weiterer Vorteil der Umstellung ist die Beseitigung einiger negativer Einflüsse auf die Kriterien. So werden beispielsweise mehrere Anfragen nach Girokonten und Kreditkarten innerhalb einer 28-Tage-Frist nicht mehr mehrfach gezählt, was bisher den Score negativ beeinflussen konnte. Die Einsicht in den Schufa-Account und den neuen Score soll ab Ende des Jahres kostenlos verfügbar sein.
Verbraucher können den aktuellen Basisscore bereits über die Bonify-App der Schufa-Tochter Forteil abrufen. Auch hier ist eine Anmeldung mit der Online-Ausweisfunktion des Personalausweises erforderlich. Alternativ können Interessenten eine Datenkopie direkt über die Website der Schufa anfordern, um alle über sie gespeicherten Daten kostenlos auf Papier zu erhalten.
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