WALLDORF / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – In einem Jahr, das von beeindruckenden Geschäftszahlen geprägt war, hat SAP-Vorstandschef Christian Klein ein Rekordgehalt von fast 19 Millionen Euro erzielt. Diese Summe hebt ihn an die Spitze der bestbezahlten Manager in Deutschland und verdeutlicht die wachsende Kluft zwischen Vorstandsvergütungen und Mitarbeitergehältern.
Christian Klein, der Vorstandsvorsitzende von SAP, hat im Jahr 2024 ein Rekordgehalt von fast 19 Millionen Euro erhalten. Diese Summe stellt eine erhebliche Steigerung gegenüber den 7,2 Millionen Euro des Vorjahres dar und platziert ihn weit vor anderen Führungskräften in Deutschland. Während die Vorstandsvergütung deutlich anstieg, erhielten die Mitarbeiter von SAP lediglich eine Gehaltserhöhung von 2,4 Prozent, was kaum die Inflation ausgleicht.
Die Vergütung der SAP-Vorstandsmitglieder setzt sich aus festen Gehältern und leistungsabhängigen Boni zusammen, wobei letztere den Hauptanteil ausmachen. Diese Boni sind an die Erreichung spezifischer Unternehmensziele gekoppelt. Ein wesentlicher Faktor für die hohe Vergütung war der kräftige Anstieg der SAP-Aktie, die seit 2021 um 126 Prozent gestiegen ist. Diese Wertsteigerung beeinflusst die langfristigen Bonusanteile, die an den Aktienkurs gebunden sind.
Im Jahr 2024 stieg die gesamte Vorstandsvergütung von SAP auf 58,3 Millionen Euro, nachdem sie im Vorjahr noch bei 24 Millionen Euro lag. Trotz eines Umsatzwachstums von 10 Prozent auf 34,2 Milliarden Euro fiel der Gewinn mit 3,15 Milliarden Euro geringer aus als im Vorjahr. Dies ist auf umfangreiche Einmalkosten für den Personalabbau zurückzuführen, bei dem SAP tausende Stellen abbaute.
Die Diskrepanz zwischen den Gehältern des Vorstands und der Belegschaft hat zu Diskussionen über die Fairness der Vergütungspolitik geführt. Betriebsratschef Eberhard Schick äußerte Bedenken, dass die wirtschaftlichen Erfolge des Unternehmens nicht angemessen auf die Mitarbeiter übertragen werden. Die nächste Gehaltsrunde sieht nur eine durchschnittliche Erhöhung von 2,4 Prozent vor, was die Inflation kaum kompensiert.
Die Entwicklung bei SAP wirft ein Schlaglicht auf die breitere Diskussion über die Vergütungsstrukturen in großen Unternehmen. Während Vorstände von den Erfolgen ihrer Unternehmen profitieren, bleibt für die Belegschaft oft nur ein geringer Anteil übrig. Diese Situation könnte langfristig zu Spannungen innerhalb der Unternehmen führen und die Motivation der Mitarbeiter beeinträchtigen.
Insgesamt zeigt sich, dass die Kluft zwischen den Gehältern der Führungskräfte und der Belegschaft in vielen Unternehmen wächst. Dies wirft Fragen über die Nachhaltigkeit solcher Vergütungsmodelle auf und könnte zu einer Neubewertung der Gehaltspolitik in der Zukunft führen. Unternehmen müssen möglicherweise neue Wege finden, um die Erfolge gerechter zu verteilen und die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter zu gewährleisten.
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