SAN FRANCISCO / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – In einer Stadt, die für ihre liberale Haltung gegenüber Drogenkonsum bekannt ist, wird nun ein Kurswechsel eingeleitet. San Francisco, einst Vorreiter der sogenannten Harm-Reduction-Strategie, zieht die Zügel an und setzt auf strengere Auflagen bei der Verteilung von Drogenutensilien.
San Francisco, eine Stadt, die lange Zeit als Symbol für liberale Drogenpolitik galt, steht vor einem Paradigmenwechsel. Die neue Führung unter Bürgermeister Daniel Lurie hat angekündigt, die bisherige Praxis der kostenlosen Verteilung von Drogenutensilien wie Folien, Pfeifen und Plastikstrohhalmen zu überdenken. Diese Materialien wurden bisher an Drogenkonsumenten verteilt, um den Konsum sicherer zu gestalten und den Kontakt zu Hilfsangeboten zu erleichtern.
Die Entscheidung, die Verteilung dieser Utensilien einzuschränken, spiegelt eine breitere politische Verschiebung in der Stadt wider. In den letzten Jahren haben die Wähler in San Francisco eine Abkehr von extrem progressiven Ansätzen signalisiert, indem sie gemäßigtere Führungspersönlichkeiten gewählt haben. Diese Entwicklung wird von vielen als Reaktion auf die zunehmenden Probleme mit offenen Drogenmärkten und der steigenden Zahl von Überdosierungen gesehen.
Bürgermeister Lurie betont, dass die Stadt nicht mehr tatenlos zusehen könne, wie Menschen auf den Straßen sterben. Die neuen Maßnahmen sehen vor, dass Drogenutensilien nur noch an Personen ausgegeben werden, die sich zu Beratungsgesprächen bereit erklären. Diese Gespräche sollen den Weg in eine Behandlung ebnen oder andere Lösungen wie die Annahme eines kostenlosen Bustickets aus der Stadt aufzeigen.
San Francisco ist nicht die einzige Stadt in den USA, die auf eine Harm-Reduction-Strategie gesetzt hat. Städte wie Seattle, Portland und New York haben ähnliche Ansätze verfolgt, um den Drogenkonsum sicherer zu machen. Doch San Francisco galt lange als besonders permissiv, was nun auf den Prüfstand gestellt wird.
Die Entscheidung, die Verteilung von Utensilien einzuschränken, wird von einigen Experten kritisch gesehen. Tyler TerMeer von der San Francisco AIDS Foundation warnt, dass die Erschwerung des Zugangs zu diesen Materialien dazu führen könnte, dass mehr Menschen auf riskantere Konsumformen wie das Injizieren umsteigen. Er betont, dass der respektvolle Umgang mit Drogenkonsumenten entscheidend sei, um sie zur Annahme von Hilfsangeboten zu bewegen.
Die Stadt plant zudem, die Anzahl der verfügbaren Therapieplätze zu erhöhen und den Zugang zu Notunterkünften zu verbessern. Auch die Verteilung von Naloxon, einem Medikament zur Behandlung von Überdosierungen, bleibt von den neuen Regelungen unberührt. Bürgermeister Lurie und sein Gesundheitsdirektor Daniel Tsai unterstreichen, dass die Priorität darin liege, Menschen von Drogen, insbesondere Fentanyl, wegzubringen.
Die Veränderungen in San Francisco sind Teil eines größeren Trends an der Westküste der USA, wo Städte wie Seattle und Portland ebenfalls ihre Drogenpolitik überdenken. Der Fokus verschiebt sich zunehmend von einer reinen Schadensminimierung hin zu einer stärkeren Betonung von Behandlung und Gesetzesvollzug.
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