BERLIN / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – In einer bemerkenswerten Bewegung haben sich prominente Persönlichkeiten und Institutionen in Deutschland entschieden, Twitter den Rücken zu kehren. Diese Entscheidung folgt auf die zunehmende Verbreitung von Hass und Hetze auf der Plattform, die seit der Übernahme durch Elon Musk verstärkt wahrgenommen wird.
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In einer Zeit, in der soziale Medien eine zentrale Rolle im öffentlichen Diskurs spielen, haben sich prominente Persönlichkeiten und Institutionen in Deutschland entschieden, Twitter zu verlassen. Diese Entscheidung ist eine Reaktion auf die zunehmende Verbreitung von Hass und Hetze auf der Plattform, die seit der Übernahme durch Elon Musk verstärkt wahrgenommen wird. Die Kritiker sehen in Twitter eine zunehmend toxische Umgebung, die kaum noch Raum für freie Meinungsäußerung und fairen Austausch bietet.
Unter denjenigen, die Twitter den Rücken kehren, befinden sich bekannte Persönlichkeiten wie die Fernsehmoderatoren Dunja Hayali und Jo Schück sowie die Bestsellerautorin Anne Rabe. Auch mehrere NS-Gedenkstätten, darunter das NS-Dokumentationszentrum in München und die Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz in Berlin, haben sich dieser Bewegung angeschlossen. Diese Entscheidung wurde in einem offenen Brief bekannt gegeben, der von über 60 Personen unterzeichnet wurde.
Eike Stegen, Sprecher des Hauses der Wannseekonferenz, äußerte sich besorgt über die Entwicklung von Twitter zu einer „zunehmend toxischen Umgebung“. Die mangelnde Moderation führe zur Verbreitung von Hass und Hetze, weshalb die Institution ihren Twitter-Account in naher Zukunft schließen wird. Zukünftige Interaktionen sollen über Plattformen wie Bluesky, TikTok und Instagram erfolgen.
Der offene Abschiedsbrief hebt den gravierenden Wandel seit der Übernahme durch Elon Musk hervor. Die Initiatoren Jan Skudlarek und Max Czollek betonen, dass die Plattform kaum noch Raum für freie Meinungsäußerung und fairen Austausch biete. Vielmehr habe Twitter sich zu einem Schauplatz der Zensur und eines rassistischen, antisemitischen sowie rechtsextremen Agenda-Settings entwickelt.
Diese Entwicklung wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, denen soziale Medien in der heutigen Zeit gegenüberstehen. Die Balance zwischen Meinungsfreiheit und der Notwendigkeit, Hassrede zu moderieren, ist ein heikles Thema, das sowohl Plattformbetreiber als auch Nutzer beschäftigt. Die Entscheidung der deutschen Prominenten und Institutionen könnte als Signal für andere dienen, ähnliche Schritte zu erwägen.
Die Abwanderung von Twitter könnte auch Auswirkungen auf die Plattform selbst haben. Ein Rückgang der Nutzerzahlen und der damit verbundenen Interaktionen könnte die Attraktivität für Werbetreibende mindern. Dies könnte Twitter dazu zwingen, seine Moderationsrichtlinien zu überdenken und möglicherweise strengere Maßnahmen gegen Hassrede zu ergreifen.
Insgesamt zeigt dieser Schritt, dass die Nutzer von sozialen Medien zunehmend sensibel auf die Inhalte reagieren, die auf diesen Plattformen verbreitet werden. Die Entscheidung, Twitter zu verlassen, ist ein starkes Statement gegen die Verbreitung von Hass und Hetze und könnte eine breitere Diskussion über die Verantwortung von Plattformen im digitalen Zeitalter anstoßen.
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