WASHINGTON / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Der Rücktritt eines führenden Beamten der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde F.D.A. hat die Diskussion über die Impfstoffpolitik erneut entfacht. Dr. Peter Marks, der bisherige Leiter des Zentrums für Biologika-Bewertung und -Forschung, trat zurück und kritisierte die Haltung des neuen Gesundheitsministers Robert F. Kennedy Jr. scharf.
Der Rücktritt von Dr. Peter Marks, einem der führenden Impfstoffexperten der F.D.A., hat in den USA für Aufsehen gesorgt. Marks, der als eine der zentralen Figuren in der Bewältigung der Covid-19-Pandemie galt, trat zurück, nachdem er unter Druck gesetzt wurde, entweder zu kündigen oder entlassen zu werden. In einem Brief an die amtierende Kommissarin Sara Brenner äußerte er seine Besorgnis über die von Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. verbreiteten Fehlinformationen über Impfstoffe.
Marks kritisierte, dass Kennedy, der seit Februar im Amt ist, mit seinen Maßnahmen die jahrzehntelange Impfstoffsicherheitspolitik der F.D.A. untergräbt. Kennedy hat mehrfach die Wirksamkeit von Impfstoffen in Frage gestellt und alternative Behandlungsmethoden wie Vitamin A während eines Masernausbruchs in Texas propagiert. Dies hat bei vielen Experten Besorgnis ausgelöst, da es das Vertrauen in bewährte Impfstoffe gefährden könnte.
Die F.D.A. spielt eine entscheidende Rolle bei der Zulassung und Überwachung von Impfstoffen und anderen biologischen Therapien. Dr. Marks war maßgeblich an der Einführung der Covid-19-Impfstoffe beteiligt und setzte sich für deren schnelle Verfügbarkeit ein. Seine Abwesenheit könnte eine Lücke in der Führung der Behörde hinterlassen, die in der Vergangenheit für ihre strengen Sicherheitsstandards bekannt war.
Die Entscheidung von Marks, die F.D.A. zu verlassen, wurde von vielen seiner Kollegen bedauert. Ellen V. Sigal, Gründerin der Friends of Cancer Research, betonte, dass Marks’ Führung entscheidend für die medizinische Innovation und die Bereitstellung lebensrettender Behandlungen gewesen sei. Auch Dr. Peter Hotez von der Baylor College of Medicine lobte Marks’ Engagement für die Wissenschaft und die öffentliche Gesundheit.
In seiner Rücktrittserklärung äußerte Marks die Hoffnung, dass die Angriffe auf die wissenschaftliche Wahrheit in den kommenden Jahren ein Ende finden werden, damit die Bürger von den Fortschritten der medizinischen Wissenschaft profitieren können. Er warnte davor, dass die derzeitige Politik die öffentliche Gesundheit gefährden könnte, insbesondere angesichts der anhaltenden Bedrohung durch Infektionskrankheiten.
Die Kontroverse um die Impfstoffpolitik in den USA zeigt, wie wichtig es ist, wissenschaftlich fundierte Informationen zu verbreiten und das Vertrauen der Öffentlichkeit in Impfstoffe zu stärken. Die F.D.A. steht vor der Herausforderung, ihre Rolle als Hüterin der Impfstoffsicherheit zu bewahren und gleichzeitig auf die sich ändernden politischen Rahmenbedingungen zu reagieren.
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