NEW YORK / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Legalisierung von Sportwetten in den USA hat eine neue Diskussion über die Risiken des Aktienhandels entfacht, insbesondere im Hinblick auf die Möglichkeit eines 24/7-Handels. Experten warnen davor, dass die ständige Verfügbarkeit von Handelsmöglichkeiten, unterstützt durch KI-gesteuerte Anreize, zu einer ähnlichen Sucht führen könnte wie bei Sportwetten.
Die Legalisierung von Sportwetten in den USA im Jahr 2018 hat eine Welle der Spielsucht ausgelöst, die mittlerweile als nationale Epidemie betrachtet wird. Diese Entwicklung wirft die Frage auf, ob der Aktienhandel, insbesondere wenn er rund um die Uhr möglich wird, ähnliche Risiken birgt. Die Möglichkeit, jederzeit und überall handeln zu können, könnte insbesondere junge Männer in eine gefährliche Abhängigkeit treiben.
Ein zentraler Aspekt dieser Problematik ist die Rolle der Technologie. Sportwetten-Apps nutzen künstliche Intelligenz, um maßgeschneiderte Anreize zu schaffen, die Benutzer zu fortwährendem Wetten animieren. Diese Mechanismen könnten auch im Aktienhandel Anwendung finden, wenn die Securities and Exchange Commission (SEC) den Handel rund um die Uhr ermöglicht. Unternehmen könnten durch gezielte Push-Benachrichtigungen und Verhaltensanreize Anleger zu häufigem Handel verleiten.
Die menschliche Natur neigt dazu, nachts riskantere Entscheidungen zu treffen, was durch die ständige Verfügbarkeit von Handelsmöglichkeiten über das Smartphone noch verstärkt wird. Diese Dynamik könnte zu einer neuen Form der Handelsabhängigkeit führen, die insbesondere junge Männer betrifft, die zu risikoreicherem wirtschaftlichen Verhalten neigen.
Bereits die Pandemie und der Meme-Stock-Hype um GameStop haben gezeigt, wie leicht eine Handelsabhängigkeit entstehen kann. Der Vergleich mit dem Krypto-Handel, der ebenfalls permanent verfügbar ist, liegt nahe. Kryptowährungen bergen neben ihrer Rolle bei Betrügereien und Missbräuchen auch ein erhebliches Suchtpotenzial.
Um diesen Risiken entgegenzuwirken, ist eine Anpassung der regulatorischen Landschaft erforderlich. Es bedarf klarer Richtlinien und Maßnahmen, um die potenziellen negativen Auswirkungen eines 24/7-Aktienhandels zu minimieren. Die Finanzindustrie muss sich ihrer Verantwortung bewusst sein und Maßnahmen ergreifen, um Anleger zu schützen.
Die Diskussion um den 24/7-Aktienhandel ist keineswegs rein theoretisch. Sie zeigt die Notwendigkeit auf, die Auswirkungen neuer Technologien auf das menschliche Verhalten zu verstehen und entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Nur so kann verhindert werden, dass der Aktienhandel zu einer neuen Form der Abhängigkeit wird.
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