LONDON / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Rio Tinto, einer der weltweit führenden Bergbaukonzerne, steht derzeit im Fokus der Kritik aufgrund seiner dualen Börsennotierung. Trotz der Bedenken von Investoren wie Palliser Capital, die die Struktur als hinderlich für Fusionen und Übernahmen betrachten, verteidigt CEO Jakob Stausholm die bestehende Unternehmensstruktur. Er hebt die Vorteile hervor und betont die ehrgeizigen Pläne des Unternehmens zur Steigerung der Kupferproduktion und zur Erreichung von Dekarbonisierungszielen.

Rio Tinto, ein globaler Bergbaukonzern, sieht sich derzeit mit Kritik an seiner dualen Börsennotierung konfrontiert. Der Multi-Strategy-Fonds Palliser Capital, der Anteile im Wert von rund 250 Millionen Dollar an Rio Tinto hält, hat die Struktur als wertvernichtend bezeichnet. Laut Palliser könnte eine einheitliche Notierung nach australischen Regeln kurzfristig erheblichen Aktionärswert freisetzen. Trotz dieser Kritik verteidigt CEO Jakob Stausholm die bestehende Struktur und sieht keine überzeugenden Beweise für deren Nachteile.

Im Rahmen eines Investorenseminars in London präsentierte Stausholm eine umfassende Strategie zur Stärkung des diversifizierten Portfolios von Rio Tinto. Ein zentraler Bestandteil dieser Pläne ist die Oyu Tolgoi Mine in der Mongolei, deren Kupferproduktion bis 2024 um 50 Prozent gesteigert werden soll. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 jährlich eine Million Tonnen Kupfer zu produzieren. Weitere Projekte umfassen das Resolution-Projekt in den USA und den Verkauf eines Anteils am Winu-Projekt in Australien.

Rio Tinto investiert zudem erheblich in Eisen, Lithium und Aluminium, um den Energiewandel zu unterstützen. Während die Eisenerzproduktion stabil bleibt, expandieren die Lithiumprojekte, angeregt durch das Angebot für Arcadium Lithium. Diese Akquisition ergänzt das Rincon-Projekt in Argentinien und positioniert Rio Tinto als wichtigen Akteur in der Lieferkette für Elektrofahrzeuge.

Ein weiterer Schwerpunkt des Unternehmens ist die Dekarbonisierung. Rio Tinto hat sich verpflichtet, die betrieblichen Emissionen bis 2030 um 50 Prozent zu reduzieren und bis 2050 klimaneutral zu werden. Ein ausgeklügelter Investitionsplan sieht vor, Milliarden in die Elektrifizierung, erneuerbare Energien und bahnbrechende Technologien zu investieren.

Über 2030 hinaus plant Rio Tinto ein Projektportfolio mit 60 Initiativen, darunter kohlenstofffreies Schmelzen und ein metallurgisches Biokohlenstoffprogramm. Diese Projekte sollen nicht nur die Umweltbelastung reduzieren, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens in einem sich wandelnden Marktumfeld stärken.

Die strategischen Entscheidungen von Rio Tinto könnten erhebliche Auswirkungen auf die globale Bergbauindustrie haben. Während einige Investoren die duale Börsennotierung als Hindernis betrachten, könnte die Fokussierung auf Kupfer und Dekarbonisierung langfristig neue Wachstumschancen eröffnen. Experten sehen in den Plänen des Unternehmens einen wichtigen Schritt zur Anpassung an die Anforderungen einer nachhaltigen Zukunft.

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Rio Tinto setzt auf Kupferproduktion und Dekarbonisierung
Rio Tinto setzt auf Kupferproduktion und Dekarbonisierung (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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