KENNEDY SPACE CENTER / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Erforschung von Herzmuskelzellen im Weltraum könnte bald neue Wege zur Behandlung von Herzkrankheiten auf der Erde eröffnen. Forscher der Emory University nutzen die Internationale Raumstation (ISS), um regenerative Therapien zu entwickeln, die eines Tages Herzschäden rückgängig machen könnten.
Herzkrankheiten sind nach wie vor die häufigste Todesursache in den USA und fordern jedes fünfte Leben. Die Herausforderung besteht darin, dass geschädigtes Herzmuskelgewebe sich nicht von selbst regenerieren kann, was die Behandlung erschwert. Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz haben oft keine andere Wahl, als auf eine Herztransplantation zu warten. Ein Forscherteam der Emory University arbeitet daran, eine alternative Lösung zu finden, indem es seine Forschung auf die Internationale Raumstation (ISS) verlagert hat.
Unter der Leitung von Chunhui Xu nutzt das Team das ISS National Laboratory, um die Entwicklung zellbasierter regenerativer Therapien zu beschleunigen, die eines Tages Herzschäden rückgängig machen könnten. Die Ergebnisse dieser Studien haben zu mehreren begutachteten Veröffentlichungen geführt, darunter in der renommierten Fachzeitschrift Biomaterials. In der neuesten Ausgabe des Magazins Upward wird Xus Weg zur weltraumgestützten Forschung detailliert beschrieben.
Der Anstoß für diese Forschung war ein aufschlussreiches Seminar über Wissenschaft im Weltraum und eine überraschende Beobachtung über Krebszellen während des Raumflugs. Forscher stellten fest, dass die Exposition gegenüber Mikrogravitation die Proliferation und das Überleben von Krebszellen erhöhte. Xu vermutete, dass Herzmuskelzellen ein ähnliches Verhalten zeigen könnten, was zwei aktuelle Hindernisse bei der Entwicklung zellbasierter Therapien für Herzkrankheiten adressieren würde.
Nach erfolgreichen Tests dieser Theorie in einer bodengestützten Studie mit simulierten Mikrogravitation führten Xu und ihr Team zwei Raumfluguntersuchungen durch. Die erste Untersuchung befasste sich damit, wie sich Stammzellen in Herzmuskelzellen differenzieren, während die zweite die Reifung von Herzmuskelzellen zu gewebeähnlichen Strukturen untersuchte. Die Erkenntnisse aus der weltraumgestützten Forschung des Teams könnten die Methoden zur Herstellung von Herzmuskelzellen für regenerative Therapien erheblich voranbringen und die Behandlung von Herzkrankheiten revolutionieren.
Xu erklärt in dem Artikel: „Die Weltraumumgebung bietet uns eine erstaunliche Gelegenheit, Zellen auf neue Weise zu studieren. Unsere Forschung auf der ISS könnte es uns ermöglichen, eine neue Strategie zu entwickeln, um Herzmuskelzellen effizienter zu erzeugen und deren Überleben bei der Transplantation in geschädigtes Herzgewebe zu verbessern, was den Patienten auf der Erde zugutekommen würde.“
Weitere Informationen über die spannende Forschung des Teams finden Sie im Upward-Feature „Celestial Cells“.
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