BRÜSSEL / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Ein weitreichendes Recycling-Kartell, das über 15 Jahre hinweg von führenden Autoherstellern im Europäischen Wirtschaftsraum und im Vereinigten Königreich betrieben wurde, hat nun erhebliche finanzielle Konsequenzen nach sich gezogen.

Über einen Zeitraum von 15 Jahren haben einige der größten Automobilhersteller Europas ein geheimes Kartell gebildet, um die Kosten für das Recycling von Fahrzeugen zu minimieren. Diese Absprachen, die von 2002 bis 2017 im Europäischen Wirtschaftsraum und von 2004 bis 2018 im Vereinigten Königreich stattfanden, führten nun zu hohen Strafen durch die EU und die britische Wettbewerbsbehörde. Die Strafen belaufen sich nach Abzügen auf insgesamt rund 550 Millionen Euro.

Mercedes-Benz, das als Kronzeuge fungierte, bleibt von den Strafen verschont, da es das Kartell 2019 zur Anzeige brachte. Andere Hersteller wie Volkswagen müssen jedoch tief in die Tasche greifen. Volkswagen wurde mit einer Strafe von rund 128 Millionen Euro in der EU und 18 Millionen Euro im Vereinigten Königreich belegt. Auch andere Hersteller wie BMW, Ford und Renault müssen erhebliche Summen zahlen.

Das Kartell bestand aus zwei Hauptabsprachen: Zum einen wurden die Recyclingunternehmen benachteiligt, indem die Autohersteller beschlossen, ihnen keine Zahlungen zu leisten. Zum anderen wurde in der Werbung verschwiegen, welcher Anteil eines Fahrzeugs recycelt werden kann, um den Druck auf ressourcenschonendere Praktiken zu minimieren. Diese Praktiken stehen im Widerspruch zu den EG-Verordnungen, die eine gebührenfreie Abgabe von Fahrzeugen bei Recyclern vorsehen.

Die EU hatte die Autohersteller verpflichtet, die Kosten für das Recycling zu tragen, um sie zu motivieren, Fahrzeuge zu entwerfen, die leichter verwertbar sind. Doch die Hersteller widersetzten sich dieser Verantwortung und bildeten ein geheimes Netzwerk, um ihre Interessen zu wahren. Der Herstellerverband ACEA spielte eine zentrale Rolle bei der Organisation des Kartells im EWR.

Einige Hersteller erhielten Rabatte auf ihre Strafen, weil sie bei den Ermittlungen kooperierten. Stellantis, zu dem auch Opel gehört, erhielt einen Rabatt von 50 Prozent und muss knapp unter 100 Millionen Euro zahlen. Mitsubishi und Ford erhielten ebenfalls Rabatte von 30 bzw. 20 Prozent. Im Vereinigten Königreich wurden ähnliche Rabatte gewährt.

Die betroffenen Unternehmen haben die Möglichkeit, gegen die Strafen im EWR Rechtsmittel einzulegen. Im Vereinigten Königreich haben sie sich jedoch bereits auf Vergleiche mit der britischen Wettbewerbsbehörde geeinigt. Diese Entwicklungen werfen ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, denen sich die Automobilindustrie bei der Einhaltung von Umweltvorschriften und fairen Wettbewerbspraktiken gegenübersieht.


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Recycling-Kartell: EU und UK verhängen hohe Strafen gegen Autohersteller
Recycling-Kartell: EU und UK verhängen hohe Strafen gegen Autohersteller (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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