MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Welt des Bitcoin-Minings steht vor einer potenziellen Revolution, die den Energieverbrauch drastisch senken könnte. Eine neue Studie von D-Wave Quantum zeigt, wie Quantencomputer das Mining um das Tausendfache effizienter machen könnten.
Das Bitcoin-Mining ist bekannt für seinen enormen Energieverbrauch, der oft mit dem Strombedarf ganzer Länder verglichen wird. Doch eine neue Studie von D-Wave Quantum könnte das ändern. Die Forscher haben ein Verfahren namens “Quantum Proof of Work” (PoQ) entwickelt, das den Energieverbrauch beim Mining drastisch reduzieren soll. Erste Tests zeigen, dass der Energiebedarf um bis zu 1.000-fach gesenkt werden könnte, während die Sicherheit der Blockchain erhalten bleibt.
Das herkömmliche Bitcoin-Mining basiert auf dem “Proof of Work”-Konzept, bei dem Miner komplexe mathematische Aufgaben lösen müssen, um Transaktionen zu validieren. Dies erfordert enorme Rechenleistung und ist daher extrem energieintensiv. Hier setzen Quantencomputer an: Dank ihrer Fähigkeit, Berechnungen parallel durchzuführen, können sie diese Aufgaben viel schneller und effizienter lösen als herkömmliche Computer.
Dr. Alan Baratz, CEO von D-Wave, betont die Bedeutung dieser Entwicklung: “D-Wave präsentiert eine neue Quanten-Blockchain-Architektur, die das Potenzial hat, breit in Unternehmen genutzt zu werden. Nach unserer Demonstration der Quantenüberlegenheit ist dies ein weiteres Beispiel dafür, wie D-Wave Kunden dabei unterstützt, den Wert des Quantencomputings zu erkennen.”
Der PoQ-Ansatz nutzt Quantencomputer, um spezielle Quanten-Rätsel zu lösen. Das Ergebnis ist ein “Quantum Hash”, ein digitaler Fingerabdruck, der als Beweis für die geleistete Arbeit dient. Eine spezielle Technik gleicht Fehler automatisch aus und sichert so die Stabilität der Blockchain. In einem Testlauf wurden vier D-Wave-Quantencomputer in Nordamerika vernetzt, um das PoQ-System zu erproben. Die Ergebnisse sind vielversprechend: Die kombinierte Rechenleistung konnte genutzt werden, um eine sichere Blockchain zu betreiben – und das mit einem Bruchteil des Energieverbrauchs.
Mohammad Amin, leitender Wissenschaftler von D-Wave, hebt hervor, dass dies das erste Mal ist, dass eine Blockchain erfolgreich in einem verteilten Netzwerk von Quantencomputern betrieben wurde. Obwohl die Systeme unterschiedliche Architekturen und Fertigungsstapel umfassten, konnten die Ergebnisse der Systeme gegenseitig validiert werden und einen stabilen Blockchain-Betrieb ermöglichen.
Die Einführung von Quantum Proof of Work könnte eine nachhaltige Lösung für das energiehungrige Bitcoin-Mining darstellen. Während klassische Proof-of-Work-Systeme immense Strommengen verbrauchen, bieten Quantencomputer eine effiziente Alternative. Sollte sich diese Technologie durchsetzen, könnte sie nicht nur den Energieverbrauch erheblich senken, sondern auch die Sicherheit der Blockchain erhöhen.
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