MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Quantencomputerbranche erlebt derzeit einen rasanten Fortschritt, der von bedeutenden Ankündigungen der Unternehmen D-Wave Quantum und Quantinuum geprägt wird. Beide Firmen haben kürzlich Durchbrüche verkündet, die das Potenzial der Quantencomputing-Technologie weiter untermauern.
Die Quantencomputerbranche steht vor einem neuen Kapitel, da D-Wave Quantum und Quantinuum kürzlich bedeutende Fortschritte verkündet haben. Diese Entwicklungen könnten das Potenzial der Quantencomputing-Technologie weiter untermauern und die Branche nachhaltig beeinflussen. D-Wave Quantum hat mit seinem Annealing-Quantencomputer eine komplexe Materialsimulation durchgeführt, die laut dem Unternehmen in Minuten abgeschlossen war, während ein herkömmlicher Supercomputer dafür Millionen Jahre benötigen würde. Diese Simulation betraf die Eigenschaften komplexer magnetischer Materialien, die in Technologien wie Smartphones und medizinischen Geräten verwendet werden.
Dr. Alan Baratz, CEO von D-Wave, betonte, dass dieser Erfolg die Fähigkeit ihrer Quantencomputer demonstriere, nützliche Probleme zu lösen, die für klassische Computer unlösbar sind. Dennoch gibt es Kritik an der Verwendung des Begriffs ‘Quantenüberlegenheit’. Experten schlagen vor, stattdessen von ‘Quantenvorteil’ zu sprechen, da die Ergebnisse auf älteren Forschungsarbeiten basieren und moderne Algorithmen die Lücke verringern könnten.
Parallel dazu hat Quantinuum, eine Tochtergesellschaft von Honeywell, einen Durchbruch bei der Erzeugung zertifizierter Quantenzufälligkeit erzielt. Mit ihrem 56-Qubit-System H2-1 konnten sie echte Zufallszahlen generieren, die für kryptografische Anwendungen von großer Bedeutung sind. Diese Entwicklung könnte Quantinuum in die Liste der Unternehmen einreihen, die Quantenüberlegenheit beanspruchen. Dennoch bleibt das Unternehmen zurückhaltend und spricht von einem Schritt in Richtung praktischer Anwendbarkeit.
Die Fortschritte von D-Wave und Quantinuum werfen Fragen zur kommerziellen Anwendbarkeit der Quantencomputing-Technologie auf. Während beide Unternehmen ihre Führungsrolle in der Branche reklamieren, bleibt unklar, wer tatsächlich über Quantenüberlegenheit verfügt. Wissenschaftler äußern Bedenken hinsichtlich der praktischen Anwendbarkeit und betonen, dass die Technologie noch nicht ausgereift genug für den breiten Einsatz ist.
Die Quantencomputerbranche steht an einem Wendepunkt, an dem technologische Durchbrüche und kommerzielle Anwendungen zunehmend in den Fokus rücken. Die kommenden Jahre könnten entscheidend dafür sein, wie sich diese Technologie entwickelt und welche Rolle sie in der digitalen Wirtschaft spielen wird. Die Ankündigungen von D-Wave und Quantinuum sind ein Hinweis darauf, dass die Zeit der Quantencomputer näher rückt, als viele erwartet haben.
☕︎ Unterstützen Sie IT BOLTWISE® und treten Sie unserem exklusiven KI-Club bei - für nur 1,99 Euro pro Monat:
- NIEDLICHER BEGLEITER: Eilik ist der ideale Begleiter für Kinder und Erwachsene, die Haustiere, Spiele und intelligente Roboter lieben. Mit vielen Emotionen, Bewegungen und interaktiven Funktionen.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!
- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- Service Directory für AI Adult Services erkunden!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
Stellenangebote
Data Scientist AI Lab (gn) Vollzeit/Teilzeit
Werkstudent (m/w/d) im Personal - Einführung einer KI-basierten Skills-Matrix
Senior Software Engineer - Data & AI (m/w/d)
Hospitanz als KI-Künstler in der Bildredaktion (d/w/m)
- Die Zukunft von Mensch und MaschineIm neuen Buch des renommierten Zukunftsforschers und Technologie-Visionärs Ray Kurzweil wird eine faszinierende Vision der kommenden Jahre und Jahrzehnte entworfen – eine Welt, die von KI durchdrungen sein wird
- Künstliche Intelligenz: Expertenwissen gegen Hysterie Der renommierte Gehirnforscher, Psychiater und Bestseller-Autor Manfred Spitzer ist ein ausgewiesener Experte für neuronale Netze, auf denen KI aufbaut
- Obwohl Künstliche Intelligenz (KI) derzeit in aller Munde ist, setzen bislang nur wenige Unternehmen die Technologie wirklich erfolgreich ein
- Wie funktioniert Künstliche Intelligenz (KI) und gibt es Parallelen zum menschlichen Gehirn? Was sind die Gemeinsamkeiten von natürlicher und künstlicher Intelligenz, und was die Unterschiede? Ist das Gehirn nichts anderes als ein biologischer Computer? Was sind Neuronale Netze und wie kann der Begriff Deep Learning einfach erklärt werden?Seit der kognitiven Revolution Mitte des letzten Jahrhunderts sind KI und Hirnforschung eng miteinander verflochten
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Quantencomputer: D-Wave und Quantinuum beanspruchen Führungsrolle" für unsere Leser?
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Quantencomputer: D-Wave und Quantinuum beanspruchen Führungsrolle" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Quantencomputer: D-Wave und Quantinuum beanspruchen Führungsrolle« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!