WENZHOU / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Forscher in China haben einen bedeutenden Fortschritt in der Untersuchung der Ursachen von Autismus gemacht. Eine neue Studie zeigt, dass ein Ungleichgewicht zwischen zwei Nervenproteinen, MDGA2 und BDNF, autismusähnliche Symptome bei Mäusen auslösen kann.

In einer kürzlich veröffentlichten Studie haben Wissenschaftler der Wenzhou Medical University und der Xiamen University in China herausgefunden, dass ein Ungleichgewicht zwischen den Nervenproteinen MDGA2 und BDNF zu autismusähnlichen Symptomen bei Mäusen führen kann. Diese Entdeckung könnte neue Wege für die Behandlung von Autismus eröffnen.

MDGA2 ist ein Protein, das eine wichtige Rolle bei der Übertragung von Nervensignalen spielt. Bei Mäusen mit reduzierten MDGA2-Werten wurden autismusähnliche Verhaltensweisen wie wiederholtes Putzen und soziale Zurückgezogenheit beobachtet. Diese Symptome traten auf, weil das Gleichgewicht zwischen MDGA2 und BDNF gestört war, was zu einer erhöhten neuronalen Aktivität führte.

Die Forscher fanden heraus, dass MDGA2 normalerweise die BDNF/TrkB-Signalisierung in Schach hält. Wenn jedoch die MDGA2-Werte sinken, wird die Aktivität von BDNF erhöht, was zu den beobachteten Verhaltensänderungen führt. Die Behandlung der Mäuse mit einem Peptid, das MDGA2 nachahmt, konnte das Gleichgewicht wiederherstellen und die Symptome lindern.

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass das MDGA2-BDNF-System ein vielversprechendes Ziel für zukünftige therapeutische Ansätze bei Autismus sein könnte. Die Forscher betonen jedoch, dass weitere Untersuchungen erforderlich sind, um die genauen Funktionen dieses Systems und seine Beziehung zu Autismus-Symptomen zu verstehen.

Autismus-Spektrum-Störungen betreffen etwa 1 % der Weltbevölkerung und sind durch eine Reihe von sozialen und kognitiven Symptomen gekennzeichnet. Obwohl genetische Faktoren mit Autismus in Verbindung gebracht wurden, bleibt unklar, wie diese Faktoren genau zusammenwirken. Die Entdeckung des MDGA2-BDNF-Ungleichgewichts bietet neue Einblicke in die neuronalen Mechanismen, die Autismus zugrunde liegen könnten.

Die Studie wurde von der National Natural Science Foundation of China und der Postdoctoral Science Foundation of China finanziert. Die Forscher hoffen, dass ihre Arbeit zu neuen Behandlungsansätzen führen wird, die auf die Wiederherstellung des Gleichgewichts zwischen MDGA2 und BDNF abzielen.


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Protein-Ungleichgewicht als Auslöser für autismusähnliches Verhalten
Protein-Ungleichgewicht als Auslöser für autismusähnliches Verhalten (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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