APULIEN / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Nach intensiven Protesten und wachsendem Druck aus Politik und Gesellschaft hat Porsche beschlossen, seine Pläne zur Erweiterung des Testgeländes in Apulien aufzugeben. Diese Entscheidung markiert einen bedeutenden Wendepunkt für den Sportwagenhersteller und die gesamte Automobilindustrie.
In einer überraschenden Kehrtwende hat Porsche seine Pläne zur Erweiterung des Testzentrums in Süditalien endgültig aufgegeben. Ursprünglich als zukunftsweisende Investition in die Fahrzeugentwicklung gedacht, stieß das Projekt auf erheblichen Widerstand von Umweltschützern und der lokalen Bevölkerung. Die geplanten 450 Millionen Euro für das Testgelände in Apulien werden nun nicht fließen.
Das Nardò Technical Center, das Porsche seit 2012 vollständig besitzt, ist eine ikonische Testanlage mit einem 12,6 Kilometer langen Rundkurs und modernster Infrastruktur. Der geplante Ausbau hätte das Gelände zur größten Entwicklungsfläche seiner Art in Europa gemacht. Doch die Pläne lösten eine Protestwelle aus, die schließlich zur Aufgabe des Projekts führte.
Umweltverbände warnten vor den ökologischen Folgen wie Rodungen und dem Verlust von Biodiversität. Auch die Politik in Bari reagierte auf den öffentlichen Druck und verhängte 2024 einen vorläufigen Ausbaustopp. Porsche begründete den Rückzug mit veränderten Rahmenbedingungen der weltweiten Autoindustrie, was auch auf einen Gewinneinbruch und ein angekündigtes Sparprogramm zurückzuführen ist.
Diese Entscheidung ist mehr als nur ein lokales Ereignis. Sie zeigt, dass internationale Konzerne heute mehr als nur Kapital und technische Expertise benötigen, um Großprojekte zu realisieren. Gesellschaftliche Legitimität wird zunehmend zur Voraussetzung für Investitionen in großem Stil. Der Rückzug von Porsche reiht sich in eine wachsende Zahl von Industrieprojekten ein, die an Akzeptanz und Regulierung scheitern.
Für Porsche kommt diese Entscheidung in einer Phase der strategischen Neuausrichtung. Seit dem Börsengang 2022 steht der Konzern unter Druck, Wachstum zu generieren, während der Wandel zur Elektromobilität massive Investitionen erfordert. Das Testzentrum in Süditalien sollte ein Signalprojekt für E-Mobilität und automatisiertes Fahren werden. Dass es nun gestrichen wird, zeigt die Herausforderungen, denen sich Luxusmarken gegenübersehen.
Die Frage, was ein Unternehmen in eine Region bringt, wird lauter. Arbeitsplätze allein reichen nicht mehr als Argument. Die Standortpolitik europäischer Konzerne steht zunehmend unter Beobachtung, und die Antwort „Technologieführerschaft“ allein genügt nicht mehr. Porsche betont, dass man am Standort Nardò festhalten und weiterhin Fahrzeuge testen wolle, doch das Projekt ist strategisch degradiert.
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