GRÖNLAND / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – In der abgelegenen Arktis, weit entfernt von den meisten bewohnten Gebieten, befindet sich eine der strategisch wichtigsten Militärbasen der USA: die Pituffik Space Base. Diese Basis, die früher als Thule Air Base bekannt war, spielt eine entscheidende Rolle in der Verteidigungsstrategie der Vereinigten Staaten.
Die Pituffik Space Base in Grönland ist ein zentraler Bestandteil der US-amerikanischen Verteidigungsstrategie. Sie ermöglicht es den USA, Raketenstarts frühzeitig zu erkennen und die Flugbahnen zu berechnen, um ihre Raketenabwehrsysteme zu aktivieren. Diese Basis ist von unschätzbarem Wert, insbesondere in einer Zeit, in der neue Bedrohungen wie Hyperschallraketen entstehen, die nicht in den Weltraum fliegen, sondern niedrig und manövrierfähig sind.
Die Geschichte der amerikanischen Militärpräsenz in Grönland reicht bis in den Zweiten Weltkrieg zurück, als die USA mit Dänemark eine Vereinbarung trafen, um Luftstützpunkte und Wetterstationen auf der Insel zu errichten. Dies geschah, nachdem Dänemark von Nazi-Deutschland besetzt wurde und Grönland isoliert und unverteidigt war. Im Kalten Krieg wurde Thule zu einem wichtigen arktischen Außenposten, von dem aus amerikanische Langstreckenbomber die Sowjetunion erreichen konnten.
Die strategische Bedeutung von Pituffik liegt nicht nur in der Raketenabwehr, sondern auch in der Raumüberwachung. Die Basis beherbergt ein Upgraded Early Warning Radar, das ballistische Raketen in ihren frühesten Flugphasen erkennen kann. Diese Technologie ist entscheidend, da Satelliten in hohen Breitengraden nicht zuverlässig arbeiten und Laser aufgrund der Eiskristalle in der Luft nicht effektiv sind.
Die Basis hat auch eine historische und soziale Dimension. In den 1950er Jahren wurden etwa 130 Inuit gezwungen, ihre Heimat in der Nähe von Thule zu verlassen, um Platz für die Basis zu schaffen. Diese Umsiedlung führte zu anhaltendem Unmut, obwohl Jahrzehnte später Entschädigungen gezahlt wurden. Der Name der Basis wurde vor zwei Jahren von Thule in Pituffik geändert, was in der grönländischen Sprache “der Ort, an dem wir unsere Hunde anbinden” bedeutet.
Die geografische Lage von Pituffik, etwa 750 Meilen vom Nordpol entfernt, macht sie zu einer der abgelegensten Militäranlagen der Welt. Trotz der extremen Bedingungen, bei denen die Temperaturen im Winter unter minus 30 Grad Fahrenheit fallen, bleibt der Flugplatz das ganze Jahr über in Betrieb. Schiffe können die Basis nur während eines kurzen Sommerfensters erreichen, wenn das Meereis vorübergehend zurückweicht.
Die Zukunft von Pituffik könnte über die Radarüberwachung hinausgehen. Experten sehen die Möglichkeit, dass die Basis als vorgeschobener Stützpunkt oder als wichtige Kommunikationslinie dient. Je weiter vorne diese Standorte sind, desto nützlicher sind sie, insbesondere in einem sich schnell verändernden geopolitischen Umfeld.
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