MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Perowskit-Solarzellen gelten als vielversprechende Alternative zu herkömmlichen Photovoltaiklösungen. Trotz ihres hohen Wirkungsgrads stehen sie jedoch vor erheblichen Herausforderungen in Bezug auf ihre Haltbarkeit. Eine internationale Forschungsgruppe hat nun herausgefunden, dass nicht Feuchtigkeit oder Sauerstoff, sondern Temperaturschwankungen die Hauptursache für den schnellen Leistungsverlust dieser Zellen sind.
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Perowskit-Solarzellen haben in den letzten Jahren aufgrund ihres hohen Wirkungsgrads und ihrer potenziell niedrigen Herstellungskosten viel Aufmerksamkeit erregt. Diese Materialien bieten die Möglichkeit, die Effizienz von Solarzellen erheblich zu steigern, insbesondere wenn sie in Tandem mit siliziumbasierten Zellen eingesetzt werden. Dennoch bleibt ihre Lebensdauer ein kritischer Punkt, der ihre breite kommerzielle Nutzung bislang einschränkt.
Eine internationale Forschungsgruppe, die unter anderem am Helmholtz-Zentrum Berlin tätig ist, hat in einer umfassenden Studie herausgefunden, dass Temperaturschwankungen die Hauptursache für den schnellen Leistungsverlust von Perowskit-Solarzellen sind. Diese Schwankungen können über das Jahr hinweg oder sogar an einem einzigen sonnigen Tag auftreten und Unterschiede von bis zu 100 °C erreichen. Die verschiedenen Schichten der Solarzellen reagieren unterschiedlich auf diese Temperaturänderungen, was zu erheblichen Spannungen an den Grenzflächen führt und letztlich Risse verursacht.
Im Vergleich zu herkömmlichen Solarzellen, die eine Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren erreichen können, zeigen Perowskit-Solarzellen bereits nach einem Dauertest von 1.000 Stunden signifikante Leistungsverluste. Dies steht in starkem Kontrast zu den 200.000 Stunden, die Photovoltaikanlagen auf Dächern in der Regel Strom liefern können. Die Verkapselung der Zellen und die Perfektionierung der Kristallstruktur könnten zwar helfen, die Lebensdauer zu verlängern, jedoch geht dies oft zu Lasten des Wirkungsgrads und der Herstellungskosten.
Um die Lebensdauer von Perowskit-Solarzellen zu verbessern, werden neue Ansätze benötigt. Eine Möglichkeit besteht darin, geeignete Pufferschichten innerhalb der Zelle zu integrieren, die die thermischen Spannungen abfangen können. Auch der Einsatz von Materialien mit ähnlichen Ausdehnungskoeffizienten könnte helfen, die Spannungen zu reduzieren. Diese Materialien müssen jedoch sorgfältig ausgewählt werden, da Kunststoffe, Kristalle und Metalle sehr unterschiedliche Ausdehnungseigenschaften aufweisen.
Ein weiterer Ansatz könnte darin bestehen, die Leistungstests von Solarzellen zu standardisieren, um die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu verbessern und die Entwicklung neuer Materialien zu beschleunigen. Dies könnte auch dazu beitragen, die Akzeptanz von Perowskit-Solarzellen auf dem Markt zu erhöhen, indem es Herstellern ermöglicht wird, die Haltbarkeit ihrer Produkte besser zu kommunizieren.
Die Forschung an Perowskit-Solarzellen steht noch am Anfang, doch die bisherigen Ergebnisse sind vielversprechend. Mit weiteren Fortschritten in der Materialwissenschaft und der Entwicklung neuer Technologien könnten diese Zellen in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Energiewende spielen. Die Herausforderung besteht darin, die Balance zwischen Effizienz, Haltbarkeit und Kosten zu finden, um eine breite kommerzielle Nutzung zu ermöglichen.
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