MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Bedrohung durch Cryptojacking nimmt weiter zu, da Hackergruppen wie Outlaw zunehmend auf Linux-Server abzielen. Diese Gruppe, auch bekannt als Dota, nutzt schwache SSH-Anmeldedaten, um ihre Malware zu verbreiten.

Die Outlaw-Gruppe, die ihren Ursprung vermutlich in Rumänien hat, ist seit mindestens Ende 2018 aktiv und hat sich auf die Kompromittierung von SSH-Servern spezialisiert. Durch Brute-Force-Angriffe verschaffen sich die Angreifer Zugang zu Systemen, um dort Kryptowährungs-Mining durchzuführen. Dabei nutzen sie eine Kombination aus schwachen SSH-Anmeldedaten und einer automatisierten Verbreitungsstrategie, um ihre Kontrolle über die infizierten Systeme zu festigen.

Ein zentrales Element der Outlaw-Malware ist die Fähigkeit zur Selbstverbreitung. Diese wird durch das Scannen nach verwundbaren Systemen mit aktivem SSH-Dienst ermöglicht. Der Brute-Force-Mechanismus der Malware bezieht eine Liste von Zielsystemen von einem SSH-Command-and-Control-Server, um den Infektionszyklus fortzusetzen. Diese Vorgehensweise erinnert an die Funktionsweise eines Botnets, bei dem infizierte Systeme zur weiteren Verbreitung der Malware genutzt werden.

Die Angreifer setzen auf eine mehrstufige Infektionskette, die mit einem Dropper-Shell-Skript beginnt. Dieses Skript lädt eine Archivdatei herunter, die nach dem Entpacken den Miner startet. Gleichzeitig werden Spuren früherer Kompromittierungen entfernt und konkurrierende Miner ausgeschaltet. Ein bemerkenswertes Merkmal der Malware ist das BLITZ-Modul, das die initiale Zugriffskomponente darstellt und die Selbstverbreitung der Malware unterstützt.

Zusätzlich zu den Brute-Force-Angriffen auf SSH-Server nutzen die Angreifer auch Schwachstellen in Linux- und Unix-basierten Betriebssystemen aus, wie CVE-2016-8655 und CVE-2016-5195, bekannt als Dirty COW. Diese Schwachstellen ermöglichen es den Angreifern, Systeme mit schwachen Telnet-Anmeldedaten zu kompromittieren und die Malware SHELLBOT zu installieren, die für die Fernsteuerung über einen IRC-Kanal verwendet wird.

SHELLBOT ermöglicht die Ausführung beliebiger Shell-Befehle, das Herunterladen und Ausführen zusätzlicher Payloads, das Starten von DDoS-Angriffen, das Stehlen von Anmeldedaten und die Exfiltration sensibler Informationen. Im Rahmen des Mining-Prozesses bestimmt die Malware die CPU des infizierten Systems und aktiviert Hugepages für alle CPU-Kerne, um die Effizienz des Speicherzugriffs zu erhöhen.

Die Malware nutzt zudem eine modifizierte Version des XMRig-Miners und verwendet ein Binärprogramm namens kswap01, um die Kommunikation mit der Infrastruktur der Angreifer aufrechtzuerhalten. Trotz der Verwendung grundlegender Techniken wie SSH-Brute-Forcing und der Manipulation von SSH-Schlüsseln bleibt die Outlaw-Gruppe aktiv und stellt eine anhaltende Bedrohung dar.

Die fortwährende Aktivität der Outlaw-Gruppe zeigt, dass selbst einfache Angriffsmethoden in Kombination mit ausgeklügelten Verbreitungsmechanismen erhebliche Auswirkungen auf die IT-Sicherheit haben können. Unternehmen sollten daher ihre Sicherheitsmaßnahmen kontinuierlich überprüfen und stärken, um sich gegen solche Bedrohungen zu schützen.


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Outlaw-Gruppe nutzt SSH-Brute-Force für Cryptojacking auf Linux-Servern
Outlaw-Gruppe nutzt SSH-Brute-Force für Cryptojacking auf Linux-Servern (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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