MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Entscheidung der Opec+, ihre Förderbeschränkungen aufzuheben, könnte weitreichende Auswirkungen auf die globalen Ölpreise und die Verbraucher haben. Diese Entwicklung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Heizperiode endet und die Nachfrage nach Heizöl saisonbedingt sinkt.
Die jüngste Entscheidung der Opec+, die freiwilligen Förderbeschränkungen aufzuheben, hat das Potenzial, die globalen Ölpreise zu beeinflussen. Diese Maßnahme, die ab dem 1. April in Kraft tritt, beendet die 2023 beschlossene Kürzung der Tagesproduktion um 2,2 Millionen Barrel. Die Opec+, bestehend aus den Mitgliedern der Organisation erdölexportierender Länder und weiteren wichtigen Förderländern wie Russland, plant, den Ölhahn schrittweise stärker aufzudrehen.
Für Verbraucher könnte dies eine Entlastung bedeuten, da der Preis für Rohöl in den letzten Monaten bereits gesunken ist. Im Januar lag der Preis für das in Europa wichtige Brent-Rohöl zeitweise bei 82 US-Dollar pro Barrel, ist jedoch mittlerweile um etwa zehn Prozent gefallen. Die Aussicht auf weitere Preisrückgänge ist nicht unwahrscheinlich, insbesondere wenn die Opec+ ihre Fördermengen tatsächlich erhöht.
Die Ankündigung der Opec+ kam für die Ölmärkte überraschend und führte zunächst zu einem deutlichen Preisrückgang. Im Laufe des März erholten sich die Notierungen jedoch wieder. Sollte die Opec+ ihre Pläne umsetzen, könnte das steigende Ölangebot die Preise weiter belasten. Barbara Lambrecht, Rohstoffexpertin der Commerzbank, kommentierte, dass das de facto steigende Ölangebot in den Fokus rücken und die Preise belasten dürfte.
Für Heizöl wird erwartet, dass die Entwicklung auf dem Weltmarkt mit etwas zeitlichem Verzug auch die Preise beeinflussen könnte. Da die Heizperiode auf der nördlichen Halbkugel endet, könnte die Preisentwicklung erst im kommenden Herbst wieder stärker in den Fokus der Verbraucher rücken.
An den Tankstellen dürfte der Beschluss der Opec+ nur begrenzte Auswirkungen haben. Christian Laberer, Kraftstoffmarktexperte beim ADAC, erklärte, dass die Ausweitung der Förderung zwar ein Impuls in Richtung günstigerer Ölpreise sei, jedoch allenfalls das Potenzial habe, den Ölpreis um ein paar Dollar zu drücken und den Spritpreis damit um einige Cent zu senken.
Die geopolitischen Spannungen, insbesondere die aggressive Zollpolitik der US-Regierung unter Donald Trump, haben ebenfalls Auswirkungen auf die Ölpreise. Trumps Forderungen an die Opec, die Preise zu senken, sowie Sanktionen gegen den Iran haben die Märkte verunsichert und die Nachfrage nach Rohöl belastet.
Für Russland, ein bedeutendes Mitglied der Opec+, sind die Einnahmen aus dem Ölgeschäft von großer Bedeutung. Trotz internationaler Bemühungen, die russischen Einnahmen zu begrenzen, bleiben die Öllieferungen nach Indien und China eine wichtige Finanzquelle für den Kreml. Die Rohöllieferungen aus russischen Häfen erreichten im März den höchsten Wert seit Oktober des Vorjahres.
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