MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Neue wissenschaftliche Erkenntnisse beleuchten die Rolle von Östrogen im Trinkverhalten von Frauen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass das Hormon Östrogen das Binge Drinking bei Frauen fördert, indem es die Aktivität von Neuronen in einer bestimmten Gehirnregion, dem BNST, verstärkt. Diese Entdeckung könnte den Weg für neue Behandlungsansätze bei Alkoholmissbrauch ebnen.
In einer bahnbrechenden Studie haben Forscher herausgefunden, dass das Hormon Östrogen eine entscheidende Rolle beim Binge Drinking von Frauen spielt. Diese Erkenntnis könnte weitreichende Auswirkungen auf die Behandlung von Alkoholmissbrauch haben, insbesondere bei Frauen. Die Studie, die von Wissenschaftlern der Weill Cornell University durchgeführt wurde, zeigt, dass Östrogen die Aktivität von Neuronen im Gehirn verstärkt, was zu einem erhöhten Alkoholkonsum führt.
Besonders bemerkenswert ist, dass Östrogen nicht den traditionellen Weg über die Genregulation geht, sondern direkt an Zelloberflächenrezeptoren bindet. Diese schnelle Wirkung führt dazu, dass Frauen in Phasen hoher Östrogenkonzentration, wie während des Menstruationszyklus, mehr Alkohol konsumieren. Diese Phase des schnellen Konsums wird als ‘Front-Loading’ bezeichnet, bei dem innerhalb der ersten 30 Minuten nach Verfügbarkeit des Alkohols besonders viel getrunken wird.
Die Forscher stellten fest, dass die neuronale Aktivität im BNST, einer Region des Gehirns, bei weiblichen Mäusen während hoher Östrogenspiegel besonders hoch ist. Diese erhöhte Aktivität korreliert mit einem gesteigerten Trinkverhalten. Die Entdeckung, dass Östrogen so schnell auf das Verhalten einwirken kann, eröffnet neue Perspektiven für die Behandlung von Alkoholabhängigkeit.
Interessanterweise könnte die Hemmung des Enzyms, das Östrogen synthetisiert, eine neue Möglichkeit bieten, den Alkoholkonsum selektiv zu reduzieren, wenn die Hormonspiegel ansteigen. Ein bereits von der FDA zugelassenes Medikament, das bei östrogensensitiven Krebserkrankungen eingesetzt wird, könnte hier Anwendung finden. Diese Kombination aus Medikamenten, die die Wirkung der BNST-Neuronen modulieren, könnte einen gezielten Ansatz zur Behandlung von Alkoholmissbrauch darstellen.
Die Studie hebt hervor, dass Frauen während der Pandemie vermehrt zu Alkohol griffen, was zu einem Anstieg alkoholbedingter Gesundheitsprobleme führte. Diese Erkenntnisse unterstreichen die Notwendigkeit, geschlechtsspezifische Unterschiede im Trinkverhalten besser zu verstehen und gezielte Behandlungsstrategien zu entwickeln.
Die Forscher planen nun, die Signalmechanismen weiter zu untersuchen und zu prüfen, ob das gleiche System auch das Trinkverhalten bei Männern reguliert. Da die grundlegende Infrastruktur, wie die Östrogenrezeptoren, auch bei Männern vorhanden ist, könnte dies neue Einblicke in geschlechtsspezifische Unterschiede beim Alkoholkonsum bieten.
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