SAN FRANCISCO / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Ein unerwarteter Rückschlag für NVIDIA: Der Börsenwert des Unternehmens fiel um 600 Milliarden Euro, nachdem ein neues KI-Modell aus China vorgestellt wurde. Doch der CEO von NVIDIA, Jensen Huang, sieht die Panik als unbegründet an.
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Die Nachricht von einem massiven Verlust des Börsenwerts von NVIDIA sorgte für Aufsehen in der Tech-Welt. Der Grund für diesen dramatischen Rückgang war die Vorstellung eines neuen KI-Modells namens R1 durch das chinesische Startup DeepSeek. Dieses Modell nutzt leistungsschwächere und kostengünstigere Chips, was bei Investoren die Sorge weckte, dass die Nachfrage nach NVIDIAs leistungsstarken GPUs sinken könnte.
Die Reaktion der Märkte war heftig: Ein Ausverkauf der NVIDIA-Aktien führte zu einem Verlust von 600 Milliarden Euro an Börsenwert. Doch Jensen Huang, der CEO von NVIDIA, widersprach dieser Einschätzung in einem Interview. Er bezeichnete die Marktreaktion als Missverständnis und betonte, dass Hochleistungsrechnen weiterhin unverzichtbar für die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz sei.
Huang erklärte, dass das mentale Modell, welches die Welt in Pre-Training und Inferenz unterteilt, falsch sei. Die Annahme, dass KI-Modelle ohne intensive Rechenleistung auskommen könnten, sei eine Fehleinschätzung. Trotz der beeindruckenden Leistung des R1-Modells von DeepSeek bleibt die langfristige Abhängigkeit von leistungsstarken Chips bestehen.
In der Post-Training-Phase, in der KI-Modelle weiter verfeinert und optimiert werden, spielen NVIDIAs GPUs eine entscheidende Rolle. Diese Phase erfordert spezialisierte, hochleistungsfähige Chips, um die Modelle auf dem neuesten Stand zu halten. Auch in Zukunft werden KI-Modelle enorme Rechenressourcen benötigen, um die gewünschte Leistungsfähigkeit zu erreichen.
Obwohl die Aktie von NVIDIA einen drastischen Einbruch erlebte, hat sich der Kurs inzwischen wieder erholt. Huang bleibt zuversichtlich und betont, dass NVIDIA auf lange Sicht weiterhin der wichtigste Anbieter von Chips für KI-Anwendungen bleibt. In einer Zeit, in der die Optimierung von KI immer wichtiger wird, wird die Nachfrage nach Hochleistungsrechenleistung nicht zurückgehen.
Auch führende Tech-CEOs wie Sundar Pichai von Google, Tim Cook von Apple und Satya Nadella von Microsoft zeigten sich gegenüber DeepSeeks R1-Modell positiv, ohne jedoch die Marktstellung von NVIDIA infrage zu stellen. Trotz des Aufschwungs von NVIDIA bleibt die KI-Welt weiterhin im Umbruch.
In diesem Zusammenhang richtet sich nun zuletzt auch die Aufmerksamkeit auf Sam Altman, den CEO von OpenAI. Er hat kürzlich eine alarmierende Warnung ausgesprochen. Denn die rasante Entwicklung von KI ohne neue Regeln könnte eine ernsthafte Bedrohung für unsere Gesellschaft darstellen.
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