BELGRAD / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Enthüllungen über die Pegasus-Spyware der NSO Group reißen nicht ab. Jüngste Berichte von Amnesty International zeigen, dass erneut Journalisten ins Visier genommen wurden.
Die NSO Group, ein israelisches Unternehmen, das für seine umstrittene Pegasus-Spyware bekannt ist, steht erneut im Rampenlicht. Amnesty International hat kürzlich einen Bericht veröffentlicht, der versuchte Angriffe auf zwei serbische Journalisten dokumentiert. Diese Angriffe wurden angeblich mit der Pegasus-Spyware durchgeführt, die durch Phishing-Links in verdächtigen Textnachrichten verbreitet wurde.
Die Journalisten, die für das Balkan Investigative Reporting Network (BIRN) arbeiten, erhielten Nachrichten mit Links, die auf Domains führten, die zuvor als Teil der NSO-Infrastruktur identifiziert wurden. Donncha Ó Cearbhaill, Leiter des Sicherheitslabors von Amnesty, betonte, dass die jahrelange Forschung es ermöglicht hat, solche bösartigen Websites schnell zu erkennen.
Die NSO Group und ihre Kunden haben zunehmend Schwierigkeiten, ihre Aktivitäten im Verborgenen zu halten. John Scott-Railton vom Citizen Lab, einer Organisation, die seit 2012 Spionageangriffe untersucht, erklärte, dass die NSO Group nicht so geschickt im Verbergen ihrer Spuren sei, wie ihre Kunden es erwarten.
Seit der ersten Dokumentation eines Pegasus-Angriffs im Jahr 2016 durch das Citizen Lab wurden weltweit mindestens 130 Personen als Ziel oder Opfer der Spyware identifiziert. Diese Zahl könnte teilweise durch das Pegasus-Projekt erklärt werden, eine journalistische Initiative, die auf einer durchgesickerten Liste von über 50.000 Telefonnummern basiert, die angeblich im NSO-Zielsystem erfasst wurden.
Zusätzlich zu den Enthüllungen durch das Pegasus-Projekt haben Organisationen wie Amnesty, Citizen Lab und Access Now zahlreiche weitere Opfer identifiziert, ohne auf die geleakte Liste angewiesen zu sein. Diese Organisationen helfen dabei, die Opfer zu informieren und technische Berichte über die Angriffe zu erstellen.
Ein Sprecher der NSO Group hat auf Anfragen zu den jüngsten Vorfällen und der Sichtbarkeit von Pegasus nicht reagiert. Die wiederholte Entdeckung der Spyware durch Unternehmen wie Apple, die weltweit Opfer benachrichtigen, zeigt jedoch, dass die NSO Group möglicherweise ein Problem mit der Wahl ihrer Kunden hat. Länder, die die Spyware wahllos gegen Journalisten und Mitglieder der Zivilgesellschaft einsetzen, tragen dazu bei, die Aktivitäten der NSO Group ans Licht zu bringen.
Die anhaltenden Enthüllungen werfen Fragen zur Verantwortung und Ethik im Umgang mit solch mächtigen Überwachungstechnologien auf. Die Zukunft der NSO Group hängt möglicherweise davon ab, wie sie mit diesen Herausforderungen umgeht und ob sie ihre Kundenbasis überdenkt.
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