SAN FRANCISCO / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die jüngsten Änderungen in der Drogenpolitik von San Francisco stoßen auf scharfe Kritik von gemeinnützigen Organisationen, die sich für Schadensminderung einsetzen. Die neuen Vorschriften, die die Verteilung von kostenlosen Rauchutensilien an die Bereitstellung von Behandlungsangeboten koppeln, werden als kontraproduktiv angesehen.
Die neuen Regelungen in San Francisco, die die Verteilung von Rauchutensilien an die Bereitstellung von Behandlungsangeboten koppeln, haben zu heftiger Kritik von gemeinnützigen Organisationen geführt. Laura Guzman, Geschäftsführerin der National Harm Reduction Coalition, bezeichnete die Änderungen als „unsinnig und im Widerspruch zu bewährten Praktiken“. Sie betonte, dass viele Organisationen bereits Behandlungsangebote in Kombination mit der Verteilung von Rauchutensilien anbieten, die verpflichtende Kopplung jedoch die Anzahl der Menschen, die sie erreichen können, einschränken könnte.
Dr. Josh Bamberger, klinischer Professor für Familien- und Gemeinschaftsmedizin an der UCSF, warnte davor, dass die neuen Vorschriften Meth-Konsumenten dazu verleiten könnten, Pfeifen mit Fentanyl-Konsumenten zu teilen, was das Risiko einer Überdosis erhöht. Für Meth-Abhängige gibt es keine medikamentös unterstützten Behandlungsoptionen, und Bamberger befürchtet, dass die neue Politik der Stadt die Behandlungsmöglichkeiten weiter einschränken könnte.
Die San Francisco AIDS Foundation äußerte ebenfalls Bedenken. Tyler TerMeer, CEO der Stiftung, erklärte, dass die Einschränkung der Verteilung von sichereren Rauchutensilien in allen öffentlichen Räumen von San Francisco den Empfehlungen führender Experten für evidenzbasierte Drogenpolitik widerspreche. Er warnte, dass die Politik Menschen dazu drängen könnte, auf injizierenden Drogenkonsum umzusteigen, was das Risiko von tödlichen Überdosierungen und die Übertragung von HIV, Hepatitis C und anderen Infektionskrankheiten erhöht.
Trotz der Kritik bleibt die San Francisco AIDS Foundation bestrebt, mit dem Büro des Bürgermeisters, dem Gesundheitsamt von San Francisco und anderen Partnern zusammenzuarbeiten, um Lösungen zu entwickeln, die Mitgefühl und evidenzbasierte Versorgung über Angst und Stigmatisierung stellen. Die Stiftung wird weiterhin an allen Standorten Unterstützungsdienste anbieten, darunter Behandlung von Substanzgebrauchsstörungen, medizinische Versorgung, HIV- und HCV-Screening und -Behandlung, Überdosierungsprävention und psychische Gesundheitsdienste.
Die Debatte um die neuen Vorschriften wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, vor denen Städte stehen, wenn sie versuchen, die öffentliche Gesundheit zu verbessern und gleichzeitig die Bedürfnisse von Menschen, die Drogen konsumieren, zu berücksichtigen. Während einige Experten die Notwendigkeit von Behandlungsangeboten betonen, warnen andere davor, dass zu strenge Vorschriften die Arbeit von Organisationen behindern könnten, die bereits mit begrenzten Ressourcen arbeiten.
Die Diskussion über die richtige Balance zwischen Schadensminderung und Behandlungsangeboten wird voraussichtlich weitergehen, da Städte wie San Francisco nach Wegen suchen, um die Auswirkungen der Drogenkrise zu mildern. Die kommenden Monate könnten entscheidend dafür sein, wie diese Politik in der Praxis umgesetzt wird und welche Auswirkungen sie auf die betroffenen Gemeinschaften hat.
☕︎ Unterstützen Sie IT BOLTWISE® mit nur 1,99 Euro pro Monat:
- NIEDLICHER BEGLEITER: Eilik ist der ideale Begleiter für Kinder und Erwachsene, die Haustiere, Spiele und intelligente Roboter lieben. Mit vielen Emotionen, Bewegungen und interaktiven Funktionen.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!
- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- Service Directory für AI Adult Services erkunden!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
Stellenangebote
KI-Spezialist (m/w/d) für industrielle Anwendungen
Manager Innovation und Transfer (Schwerpunkt KI und Data) (m/w/d)
Praktikum AI Strategy & Enablement (m/w/d)
Projektleiter (m/w/d) Kommunikation und Beteiligung – Thema Künstliche Intelligenz
- Die Zukunft von Mensch und MaschineIm neuen Buch des renommierten Zukunftsforschers und Technologie-Visionärs Ray Kurzweil wird eine faszinierende Vision der kommenden Jahre und Jahrzehnte entworfen – eine Welt, die von KI durchdrungen sein wird
- Künstliche Intelligenz: Expertenwissen gegen Hysterie Der renommierte Gehirnforscher, Psychiater und Bestseller-Autor Manfred Spitzer ist ein ausgewiesener Experte für neuronale Netze, auf denen KI aufbaut
- Obwohl Künstliche Intelligenz (KI) derzeit in aller Munde ist, setzen bislang nur wenige Unternehmen die Technologie wirklich erfolgreich ein
- Wie funktioniert Künstliche Intelligenz (KI) und gibt es Parallelen zum menschlichen Gehirn? Was sind die Gemeinsamkeiten von natürlicher und künstlicher Intelligenz, und was die Unterschiede? Ist das Gehirn nichts anderes als ein biologischer Computer? Was sind Neuronale Netze und wie kann der Begriff Deep Learning einfach erklärt werden?Seit der kognitiven Revolution Mitte des letzten Jahrhunderts sind KI und Hirnforschung eng miteinander verflochten
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Neue Vorschriften in San Francisco: Kritik an Einschränkungen für Drogenhilfsprogramme" für unsere Leser?
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Neue Vorschriften in San Francisco: Kritik an Einschränkungen für Drogenhilfsprogramme" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Neue Vorschriften in San Francisco: Kritik an Einschränkungen für Drogenhilfsprogramme« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!