MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Eine kürzlich veröffentlichte Studie hat neue Erkenntnisse über das Thromboserisiko bei der Verwendung bestimmter hormoneller Verhütungsmittel geliefert. Diese Forschung könnte die Art und Weise, wie Ärzte ihre Patienten beraten, erheblich beeinflussen.
Eine neue Studie, die im JAMA Network Open veröffentlicht wurde, hat gezeigt, dass einige progesteronbasierte hormonelle Verhütungsmittel ein ähnliches Risiko für die Entwicklung von Blutgerinnseln aufweisen wie bestimmte kombinierte Pillen. Diese Erkenntnisse stammen von einem Team niederländischer Forscher, die das Risiko venöser Thromboembolien (VTEs) in Verbindung mit verschiedenen synthetischen Progesteron- und Östrogenarten untersucht haben.
Besonders im Fokus standen Verhütungsmethoden wie Vaginalringe, Pillen und Pflaster. Die Studie identifizierte kombinierte hormonelle Pillen, insbesondere Desogestrel, und die progesteronbasierte Medroxyprogesteron-Injektion (Depo-Provera) als die mit dem höchsten Risiko für Blutgerinnsel. Diese Ergebnisse sind besonders relevant, da sie aktualisierte Risikoeinschätzungen für neuere Formulierungen wie niedrig dosierte Östrogenpillen und Vaginalringe liefern, die bisher nicht in großen populationsbasierten Kohortenstudien untersucht wurden.
Harman Gailan Hassan Yonis, MD, Professor am Aalborg University Hospital in Dänemark, leitete die Forschung. Sein Team analysierte Gesundheitsdaten von fast 1,4 Millionen Frauen aus dänischen nationalen Registern über einen Zeitraum von 8,4 Millionen Personenjahren. Keine der Frauen hatte eine Vorgeschichte von Thrombosen, Krebs oder anderen relevanten Erkrankungen, die das Risiko beeinflussen könnten.
Die Forscher passten die Daten für Alter, Bildung und chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes an. Insgesamt wurden 2691 VTEs dokumentiert. Die standardisierten VTE-Raten pro 10.000 Personenjahre lagen bei 2,0 für Frauen, die nie hormonelle Verhütungsmittel verwendet hatten, und stiegen auf bis zu 11,9 für Injektionen.
Alexandria Wells, MD, eine klinische Assistenzprofessorin für Geburtshilfe und Gynäkologie, betonte, dass andere Faktoren innerhalb der Patientengruppe eine Rolle bei dem höheren VTE-Risiko für Injektionen gespielt haben könnten. Beispielsweise werden progesteronbasierte Optionen häufig Patienten verschrieben, die bereits ein höheres Risiko für Blutgerinnsel haben.
Die Studie könnte zwar nicht sofort die Verschreibungsrichtlinien ändern, aber sie bietet Ärzten wertvolle Informationen für eine personalisierte Beratung. Wells betonte, dass die Verhütung weiterhin sehr sicher ist, aber diese Ergebnisse helfen können, die Beratung für Patienten, die sich besonders um Blutgerinnsel sorgen, besser anzupassen.
Yonis wies auf einige Einschränkungen der Studie hin, darunter die überwiegend weiße und niederländische Teilnehmergruppe. Frauen in den USA haben tendenziell mehr Begleiterkrankungen und sind ethnisch vielfältiger. Die biologischen Mechanismen, die dem Risiko für venöse Blutgerinnsel zugrunde liegen, sind wahrscheinlich über ethnische Gruppen hinweg ähnlich, aber das absolute Risiko könnte aufgrund unterschiedlicher genetischer, umweltbedingter und lebensstilbedingter Faktoren variieren.
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