MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – In der sich ständig weiterentwickelnden Welt der Cyberbedrohungen haben Forscher eine neue Version des Malware-Loaders Hijack Loader entdeckt, die mit innovativen Techniken ausgestattet ist, um Erkennung zu vermeiden und auf kompromittierten Systemen dauerhaft Fuß zu fassen.
Die Cybersecurity-Community steht vor neuen Herausforderungen, da der Hijack Loader, ein bekannter Malware-Loader, mit erweiterten Funktionen aufwartet, die speziell darauf abzielen, Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen. Eine der bemerkenswertesten Neuerungen ist die Implementierung von Call Stack Spoofing, um die Herkunft von Funktionsaufrufen zu verschleiern. Diese Technik, die auch von anderen Malware-Loadern wie CoffeeLoader übernommen wurde, nutzt eine Kette von EBP-Zeigern, um den Stack zu durchlaufen und bösartige Aufrufe zu verbergen.
Der Hijack Loader, der erstmals 2023 entdeckt wurde, ist bekannt für seine Fähigkeit, zweite Stufe-Payloads wie Informationsdiebstahl-Malware zu liefern. Die neueste Version enthält Module, die Anti-VM-Prüfungen durchführen, um Analyseumgebungen und Sandboxes zu erkennen. Diese Weiterentwicklungen zeigen, dass die Betreiber des Hijack Loaders kontinuierlich daran arbeiten, die Analyse und Erkennung zu erschweren.
Ein weiteres bemerkenswertes Merkmal ist die Nutzung von GitHub als Command-and-Control (C2) Plattform durch eine neue Malware-Familie namens SHELBY. Diese nutzt GitHub nicht nur für C2, sondern auch für Datenexfiltration und Fernsteuerung. Der Angriff beginnt mit einer Phishing-E-Mail, die eine ZIP-Datei mit einem .NET-Binary enthält, das als SHELBYLOADER bekannt ist. Diese Technik ermöglicht es Angreifern, ihre Aktivitäten zu verschleiern und die Erkennung durch traditionelle Sicherheitslösungen zu umgehen.
Die Verwendung von GitHub als C2-Plattform ist besonders besorgniserregend, da sie es Angreifern ermöglicht, Befehle über private Repository-Commits zu senden und zu empfangen. Dies geschieht durch die Nutzung eines Personal Access Tokens (PAT), das in der Binärdatei eingebettet ist. Diese Methode stellt ein erhebliches Risiko dar, da jeder, der Zugriff auf das PAT hat, theoretisch die von den Angreifern gesendeten Befehle abrufen kann.
Zusätzlich zu diesen Entwicklungen wurde eine weitere Malware-Lader-Familie namens Emmenhtal beobachtet, die über Phishing-E-Mails verbreitet wird. Diese nutzt .NET Reactor, ein kommerzielles .NET-Schutztool, um die Erkennung zu erschweren. Diese Technik wird zunehmend von Malware-Familien eingesetzt, da sie starke Anti-Analyse-Mechanismen bietet.
Die kontinuierliche Weiterentwicklung dieser Malware-Loader zeigt, dass Cyberkriminelle immer raffiniertere Methoden entwickeln, um Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen. Unternehmen müssen daher ihre Sicherheitsstrategien kontinuierlich anpassen und verstärken, um diesen Bedrohungen effektiv begegnen zu können.
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