MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – In der Welt der Cybersicherheit sind neue Bedrohungen aufgetaucht, die sowohl technologische Raffinesse als auch globale Reichweite demonstrieren.
In einer sich stetig weiterentwickelnden digitalen Landschaft haben Cyberkriminelle erneut ihre Taktiken verfeinert, um ahnungslose Opfer zu täuschen. Eine aktuelle Phishing-Kampagne, die seit Juli 2024 aktiv ist, nutzt das Thema Urheberrechtsverletzung, um die Opfer dazu zu bringen, eine neue Version des Rhadamanthys-Informationsdiebs herunterzuladen. Diese Kampagne, die von einem führenden israelischen Cybersicherheitsunternehmen verfolgt wird, zielt auf Regionen wie die USA, Europa, Ostasien und Südamerika ab. Die Angreifer geben sich als Vertreter bekannter Unternehmen aus und versenden E-Mails von verschiedenen Gmail-Konten, die auf spezifische Ziele zugeschnitten sind. Besonders bemerkenswert ist der Einsatz der Version 0.7 des Rhadamanthys-Diebs, die künstliche Intelligenz für optische Zeichenerkennung integriert. Diese Technologie ermöglicht es den Angreifern, effizienter und zielgerichteter vorzugehen. Die Angriffe sind durch den Einsatz von Spear-Phishing-Taktiken gekennzeichnet, bei denen E-Mails verschickt werden, die angebliche Urheberrechtsverletzungen vortäuschen. Die Empfänger werden aufgefordert, vermeintlich geschützte Inhalte von sozialen Medien zu entfernen, wobei die Anweisungen in einer passwortgeschützten Datei enthalten sein sollen. Tatsächlich führt der Anhang jedoch zu einem Download-Link, der den Nutzer zu einer Dropbox- oder Discord-Seite weiterleitet, um ein passwortgeschütztes Archiv herunterzuladen. Dieses Archiv enthält eine legitime ausführbare Datei, die für DLL-Sideloading anfällig ist, sowie die bösartige DLL mit der Stealer-Nutzlast. Ein weiteres Beispiel für die zunehmende Komplexität von Cyberbedrohungen ist die SteelFox-Malware, die von einem anderen Sicherheitsunternehmen entdeckt wurde. Diese Malware wird über Forenbeiträge, Torrent-Tracker und Blogs verbreitet und tarnt sich als legitime Software wie Foxit PDF Editor oder AutoCAD. Die Kampagne, die bis Februar 2023 zurückreicht, hat weltweit Opfer gefordert, insbesondere in Ländern wie Brasilien, China und Russland. Die Malware nutzt eine raffinierte Ausführungskette, die Windows-Dienste und Treiber missbraucht, um an sensible Daten wie Kreditkartendaten und Browserinformationen zu gelangen. Die Bedrohung beginnt mit einer Dropper-App, die sich als gehackte Softwareversion ausgibt und Administratorrechte anfordert. Diese Rechte werden genutzt, um einen Dienst zu erstellen, der eine ältere Version von WinRing0.sys ausführt, eine Bibliothek, die für Hardwarezugriff auf Windows anfällig ist. Diese Schwachstelle ermöglicht es den Angreifern, Systemprivilegien zu erlangen und einen Miner zu starten, der Kryptowährungen abbaut. Die Malware kommuniziert über TLS 1.3 mit einem entfernten Server, um sensible Daten zu exfiltrieren. Diese Entwicklungen zeigen, wie Cyberkriminelle kontinuierlich ihre Methoden anpassen, um ihre Erfolgsquote zu steigern. Die Nutzung von KI und die Ausnutzung von Treiberschwachstellen sind nur einige der Strategien, die eingesetzt werden, um die Sicherheitsmaßnahmen von Unternehmen zu umgehen.
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