MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Wissenschaftler haben eine bedeutende Entdeckung gemacht: Der ventrale Hippocampus im Gehirn funktioniert wie ein ‘Angst-Meter’, das seine Aktivität entsprechend der Bedrohungsstufe anpasst.
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Die jüngsten Forschungen haben gezeigt, dass der ventrale Hippocampus im Gehirn eine entscheidende Rolle bei der Regulierung von Angst spielt. Diese Region erhöht ihre Aktivität proportional zur empfundenen Bedrohung, was sie zu einem ‘Angst-Meter’ macht. Diese Erkenntnis könnte neue Wege zur Behandlung von Angststörungen eröffnen, die weltweit Millionen von Menschen betreffen.
Angst ist eine grundlegende Emotion, die sowohl Menschen als auch Tieren hilft, Gefahren zu überstehen. Sie bereitet den Körper darauf vor, auf Bedrohungen zu reagieren. Doch wenn Angst übermäßig oder dauerhaft wird, kann sie zu erheblichen Problemen führen, wie chronischen Angststörungen. Diese Erkrankungen beeinträchtigen die Lebensqualität erheblich und erfordern ein besseres Verständnis der zugrunde liegenden Gehirnmechanismen.
In einer neuen Studie, die in der Fachzeitschrift The Journal of Neuroscience veröffentlicht wurde, haben Forscher ein spezielles Labyrinth für Mäuse entwickelt, um die neuronale Aktivität in verschiedenen Angstzuständen zu untersuchen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Aktivität der Neuronen im ventralen Hippocampus mit zunehmender Bedrohung ansteigt.
Die Forscher nutzten eine Technik namens Optogenetik, um die Aktivität spezifischer Neuronen im ventralen Hippocampus zu kontrollieren. Diese Methode ermöglicht es, Neuronen mit Licht zu beeinflussen und so ihre Aktivität zu reduzieren. Die Experimente zeigten, dass die Mäuse weniger angstbezogenes Verhalten zeigten, wenn die Aktivität dieser Neuronen gehemmt wurde.
Ein weiteres wichtiges Ergebnis der Studie war die Entdeckung, dass die neuronale Aktivität im ventralen Hippocampus nicht nur durch die Bewegung der Mäuse beeinflusst wurde. Vielmehr zeigte sich, dass die Aktivität in den offenen, angstinduzierenden Teilen des Labyrinths anstieg, während sie in den geschlossenen, sicheren Bereichen unverändert blieb.
Die Forscher fanden heraus, dass zwei Mechanismen zur Skalierung der neuronalen Aktivität beitragen: das ‘Tuning’ einzelner Neuronen, deren Feuerrate mit steigender Angst zunimmt, und die ‘Rekrutierung’ neuer Neuronen, die bei höheren Angststufen aktiv werden. Diese Prozesse tragen zur Gesamtaktivität des ventralen Hippocampus bei, wenn die Angst zunimmt.
Obwohl die Studie an Mäusen durchgeführt wurde, hoffen die Forscher, dass ähnliche Mechanismen auch beim Menschen eine Rolle spielen könnten. Der Hippocampus ist eine evolutionär konservierte Struktur, die sowohl bei Nagetieren als auch bei Menschen eine zentrale Rolle bei der Verarbeitung von Angst spielt. Diese Erkenntnisse könnten neue Ansätze zur Behandlung von Angststörungen und anderen emotionalen Erkrankungen bieten.
Die Forscher planen, ihre Untersuchungen fortzusetzen, um die neuronalen Schaltkreise, die Angst und andere stimmungsbezogene Störungen wie Depressionen zugrunde liegen, weiter zu erforschen. Diese Bedingungen betreffen unzählige Menschen und können tiefgreifend beeinträchtigend sein. Ein besseres Verständnis ihrer neuronalen Grundlagen ist entscheidend für die Entwicklung wirksamerer Behandlungen.
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