MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Früherkennung von Alzheimer könnte bald durch neue Tests revolutioniert werden, die nicht nur auf Amyloid-Plaques im Gehirn abzielen, sondern auch auf die tatsächlichen Auswirkungen der Krankheit auf das Gedächtnis.

Die Diagnose von Alzheimer könnte sich grundlegend ändern, dank neuer Tests, die sich auf die Gedächtnisbeeinträchtigung konzentrieren, anstatt nur auf die Präsenz von Amyloid-Plaques im Gehirn. Diese Tests, die sowohl Blut- als auch Rückenmarksflüssigkeit analysieren, könnten Ärzten helfen, Patienten zu identifizieren, die am meisten von einer Behandlung profitieren würden. Dr. Randall Bateman, Neurologieprofessor an der Washington University in St. Louis, betont, dass viele Menschen trotz einer hohen Konzentration von Amyloid im Gehirn keine Demenz oder Gedächtnisverlust aufweisen.

Ein neuer Bluttest, entwickelt von Bateman und seinem Team, könnte zeigen, ob Alzheimer tatsächlich begonnen hat, das Denken und Gedächtnis einer Person zu beeinträchtigen. Dieser Test ergänzt einen weiteren, der die Rückenmarksflüssigkeit analysiert, um vorherzusagen, ob die mit Alzheimer verbundenen Gehirnveränderungen wahrscheinlich die kognitive Funktion beeinflussen werden. Beide Tests wurden in der Fachzeitschrift Nature Medicine beschrieben und könnten Ärzten helfen, Patienten zu identifizieren, die von Medikamenten profitieren könnten, die Amyloid-Plaques aus dem Gehirn entfernen.

Der Bluttest ist das Ergebnis einer Suche nach besseren Alzheimer-Biomarkern. Bateman und sein Team untersuchten Tau-Tangles, die abnormalen Proteinansammlungen, die sich in den Neuronen von Alzheimer-Patienten bilden. Diese Tangles gelten neben Amyloid-Plaques als Kennzeichen der Krankheit. Das Team entdeckte, dass eine Region des Tau-Proteins eine entscheidende Rolle bei der Schädigung von Neuronen und dem Gedächtnisverlust spielt. Sie fanden einen Biomarker für diese Region, genannt MTBR-tau243.

Im Vergleich zu Biomarkern von Amyloid-Plaques war MTBR-tau243 viel stärker mit Gedächtnisverlust, Symptombeginn und Demenzstadium verbunden, erklärt Bateman. Anfangs musste das Team Rückenmarksflüssigkeit verwenden, um die Werte des neuen Biomarkers zuverlässig zu messen. Schließlich entwickelten sie jedoch einen Test, der Blutproben verwenden konnte. Der Bluttest zeigt, wie viel abnormales Tau im Gehirn eines Patienten vorhanden ist, und steigt nur an, wenn die Patienten symptomatisch sind.

Ein weiterer neuer Test, der die Rückenmarksflüssigkeit analysiert, stammt von einem Team unter der Leitung von Tony Wyss-Coray von der Stanford University. Sie untersuchten über 7.000 Proteine in der Rückenmarksflüssigkeit von mehr als 3.000 Menschen. Zwei Proteine erwiesen sich als potenzielle Biomarker. Die Werte eines Proteins stiegen bei Menschen mit Gedächtnisproblemen dramatisch an, während die Werte des anderen stark fielen.

Die Bedeutung der Synapsen bei Alzheimer deutet darauf hin, dass die Erhaltung ihrer Funktion, möglicherweise durch Erhöhung der Proteinspiegel, eine Möglichkeit zur Behandlung oder Vorbeugung der Krankheit sein könnte. Dies eröffnet neue Perspektiven für die frühzeitige Behandlung von Alzheimer, lange bevor Symptome auftreten.


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Neue Blut- und Rückenmarktests zur Früherkennung von Alzheimer
Neue Blut- und Rückenmarktests zur Früherkennung von Alzheimer (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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