NEW YORK / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Ein vielversprechender neuer Ansatz in der Alzheimer-Forschung könnte die Symptome der Krankheit bei genetisch vorbelasteten Personen verzögern. Diese Entwicklung könnte für Millionen von Menschen weltweit Hoffnung bedeuten.

Die Alzheimer-Krankheit, eine der verheerendsten neurodegenerativen Erkrankungen, betrifft weltweit Millionen von Menschen. Jüngste Forschungen aus den USA deuten darauf hin, dass eine experimentelle Behandlung die Symptome bei Personen, die genetisch dazu bestimmt sind, die Krankheit in ihren 40er oder 50er Jahren zu entwickeln, verzögern könnte. Diese Studien, die von der Washington University in St. Louis geleitet werden, haben erste Hinweise darauf geliefert, dass die Entfernung von Amyloid, einem der Hauptmerkmale der Krankheit, Jahre vor dem Auftreten der ersten Symptome die Krankheit möglicherweise hinauszögern könnte.

Die Forschung konzentriert sich auf Familien, die seltene Genmutationen weitergeben, die fast garantieren, dass sie die Symptome im gleichen Alter wie ihre betroffenen Verwandten entwickeln. Diese genetische Vorhersagbarkeit ermöglicht es Wissenschaftlern, die Wirksamkeit von Behandlungen genauer zu beurteilen. In einer kürzlich veröffentlichten Studie im Fachjournal Lancet Neurology wurde berichtet, dass die langfristige Entfernung von Amyloid das Risiko des Auftretens von Symptomen um die Hälfte reduziert hat.

Die Teilnehmer der Studie wurden von einem früheren experimentellen Medikament auf Leqembi umgestellt, eine in den USA zugelassene intravenöse Behandlung. Ziel ist es, in den nächsten fünf Jahren festzustellen, wie stark der Schutz tatsächlich ist. Dr. Randall Bateman, der die Dominantly Inherited Alzheimer’s Network-Studien leitet, fragt sich, ob die Teilnehmer jemals die Symptome der Alzheimer-Krankheit entwickeln werden, wenn sie weiterhin behandelt werden.

Die Finanzierung dieser wichtigen Forschung steht jedoch auf der Kippe. Verzögerungen bei der Bewilligung von Fördermitteln durch die National Institutes of Health (NIH) bedrohen den Fortgang der Studien. Dies ist ein Beispiel dafür, wie politische Entscheidungen die wissenschaftliche Forschung behindern können. Wissenschaftler befürchten zudem, dass die NIH ihren Fokus von der Amyloid-Forschung abwenden könnte, nachdem Dr. Jay Bhattacharya, der neue Direktor der Behörde, angedeutet hat, dass die NIH nicht genügend Hypothesen unterstützt hat.

Die Ursache der Alzheimer-Krankheit ist nach wie vor unklar, obwohl bekannt ist, dass stille Veränderungen im Gehirn mindestens zwei Jahrzehnte vor den ersten Symptomen auftreten. Amyloid scheint ein Hauptverursacher zu sein, das letztendlich ein Protein namens Tau aktiviert, das Neuronen abtötet und den kognitiven Abbau vorantreibt. Forscher untersuchen nun auch andere Faktoren wie Entzündungen, Immunzellen des Gehirns und bestimmte Viren.

Die Bedeutung dieser Forschung kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Für Menschen wie Jake Heinrichs, der an der Studie teilnimmt und dessen Familie von der Krankheit betroffen ist, bietet sie Hoffnung. Heinrichs, der in New York lebt, bleibt symptomfrei, obwohl er ein Alzheimer-verursachendes Gen geerbt hat. Seine Frau Rachel Chavkin betont die Notwendigkeit, die NIH von politischem Einfluss zu befreien, um die Forschung fortzusetzen und das Leben der Betroffenen zu verbessern.

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Neue Ansätze zur Verzögerung von Alzheimer-Symptomen
Neue Ansätze zur Verzögerung von Alzheimer-Symptomen (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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