BERLIN / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Umstellung auf erneuerbare Energien in Deutschland erfordert eine sorgfältige Anpassung des Netzausbaus an den tatsächlichen Strombedarf. Dies betonte die Wirtschaftsweise Veronika Grimm bei der Vorstellung einer neuen Studie.
Die Energiewende in Deutschland ist ein ambitioniertes Projekt, das die Umstellung auf erneuerbare Energien und die Elektrifizierung von Mobilität und Wärmeerzeugung umfasst. Doch laut Veronika Grimm, Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, könnte der Netzausbau langsamer voranschreiten als ursprünglich geplant. Dies würde nicht nur Kosten sparen, sondern auch die Effizienz der Investitionen erhöhen.
Grimm betont, dass es wichtig sei, den Netzausbau dort zu priorisieren, wo die größten Engpässe erwartet werden. Diese strategische Fokussierung könnte dazu beitragen, die finanziellen Mittel gezielt einzusetzen und gleichzeitig die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Die aktuelle Planung der Energiewende ging von einer schnelleren Elektrifizierung aus, die sich jedoch in der Praxis als langsamer herausstellt.
Ein weiterer Aspekt, den Grimm hervorhebt, ist die Regulierung der Netzentgelte. Diese Entgelte sind entscheidend, um den Netzbetreibern die notwendigen Investitionen zu ermöglichen. Eine zu strenge Regulierung könnte jedoch das Gleichgewicht stören und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands auf dem globalen Markt beeinträchtigen. Grimm warnt davor, dass eine übermäßige Regulierung zu einem Nachteil im internationalen Wettbewerb führen könnte.
Die Diskussion um den Netzausbau ist nicht neu. Bereits in der Vergangenheit gab es Debatten über die Geschwindigkeit und die Prioritäten beim Ausbau der Infrastruktur. Die aktuelle Studie, die Grimm gemeinsam mit den Ökonomen Lars Feld und Volker Wieland verfasst hat, liefert neue Impulse für diese Diskussion und fordert eine Anpassung der bisherigen Strategien.
Die Herausforderungen der Energiewende sind vielfältig. Neben dem Netzausbau müssen auch die Erzeugungskapazitäten für erneuerbare Energien ausgebaut und die Speichertechnologien weiterentwickelt werden. Diese Maßnahmen sind notwendig, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und die Klimaziele zu erreichen.
Insgesamt zeigt die Studie, dass eine flexible und anpassungsfähige Strategie beim Netzausbau notwendig ist, um den Herausforderungen der Energiewende gerecht zu werden. Die Priorisierung von Investitionen und die Anpassung der Regulierung sind dabei entscheidende Faktoren, um die Energiewende erfolgreich zu gestalten.
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