MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – In der digitalen Welt, in der Künstliche Intelligenz zunehmend an Bedeutung gewinnt, stehen Webcrawler im Zentrum der Entwicklung von KI-Modellen. Diese automatisierten Programme durchforsten das Internet nach Inhalten, um die Datenbanken der Entwickler zu füllen. Doch nicht selten geraten sie dabei in Konflikt mit dem Urheberrecht. Ein neues Tool namens Nepenthes verspricht, diesen Crawlern das Handwerk zu legen.
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Webcrawler sind für die Entwicklung von KI-Modellen unverzichtbar, da sie das Internet nach Inhalten durchsuchen, die für das Training von Large Language Models (LLMs) genutzt werden können. Doch diese Praxis steht oft im Widerspruch zu urheberrechtlichen Bestimmungen, da die Crawler auch geschützte Inhalte nicht verschonen. Hier setzt Nepenthes an, ein Tool, das die Crawler in ein unendliches Labyrinth locken soll, um ihren Datenhunger mit sinnlosen Inhalten zu stillen.
Das Problem mit den Webcrawlern ist, dass sie trotz der Möglichkeit, in der robots.txt-Datei das Crawling zu untersagen, oft urheberrechtlich geschützte Inhalte erfassen. Die Hinweise in dieser Datei variieren von Modell zu Modell, und einige Unternehmen versuchen, diese Sperren gezielt zu umgehen. Nepenthes bietet eine Lösung, indem es die Crawler in eine Art Teergrube lockt, die sie festhält und mit nutzlosen Daten füttert.
Der Entwickler Aaron B. hat Nepenthes entwickelt, um gegen das unkontrollierte Crawling vorzugehen. Das Tool ist nach der fleischfressenden Kannenpflanze benannt und soll Webcrawler in eine Falle locken. Es generiert Seiten mit zahlreichen Links, die auf sich selbst verweisen, und sorgt für extrem lange Ladezeiten, um die Crawler zu beschäftigen. Diese Strategie kann jedoch auch dazu führen, dass die eigene Webseite aus Suchmaschinen wie Google ausgeschlossen wird.
Nepenthes bietet zudem die Möglichkeit, die Crawler mit Markov-generiertem Nonsens zu füttern, was die Festplatten der KI-Server verstopfen kann. Allerdings hat diese Methode auch Nachteile: Sie führt zu einer hohen Auslastung des eigenen Servers, insbesondere wenn viele Crawler gleichzeitig aktiv sind. Aaron B. warnt daher, dass nur erfahrene Nutzer das Tool einsetzen sollten.
Es gibt jedoch Zweifel an der Wirksamkeit von Nepenthes. Moderne Webcrawler haben oft eine festgelegte Anzahl von Seiten, die sie von einer Webseite crawlen, basierend auf deren Popularität. Dies könnte das endlose Labyrinth, das Nepenthes schaffen will, unwirksam machen. Dennoch könnte das Tool dazu beitragen, die eigenen Inhalte vor ungewolltem Crawling zu schützen.
In einem Gespräch mit Branchenexperten äußerte Aaron B. Zweifel an der Annahme, dass alle Webcrawler eine solche Begrenzung haben. Seinen Zugriffsdaten zufolge scheint selbst der Google-Crawler nicht vollständig geschützt zu sein. Ob Nepenthes tatsächlich die erhoffte Wirkung zeigt, bleibt abzuwarten, doch es bietet einen innovativen Ansatz im Kampf gegen unkontrolliertes Webcrawling.
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