MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Auswirkungen der Mikrogravitation auf die Knochengesundheit sind ein zentrales Thema der Weltraumforschung. Ein kürzlich durchgeführtes Experiment mit Mäusen an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) liefert neue Erkenntnisse über die Risiken, die mit Langzeitaufenthalten im All verbunden sind.

Die Forschung zur Knochengesundheit im Weltraum hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, da immer mehr Astronauten längere Zeit im All verbringen. Ein aktuelles Experiment von NASA-Wissenschaftlern, das Mäuse an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) untersuchte, hat neue Einblicke in die Auswirkungen der Mikrogravitation auf das Skelettsystem geliefert. Die Ergebnisse zeigen, dass bestimmte Knochenbereiche, insbesondere die gewichttragenden, stärker betroffen sind als andere.

Die Studie ergab, dass die Femur-Knochen der Mäuse, die im All waren, signifikante Schäden aufwiesen, insbesondere an den Enden, die die Gelenke bilden. Im Gegensatz dazu blieben die Lendenwirbel der Mäuse relativ unbeschädigt. Diese Beobachtungen deuten darauf hin, dass die Mikrogravitation vor allem die Knochen betrifft, die auf der Erde normalerweise Gewicht tragen. Dies könnte mit dem Prinzip ‘use it or lose it’ verglichen werden, das in der Neurowissenschaft bekannt ist.

Interessanterweise scheint die Knochenverschlechterung nicht primär durch Weltraumstrahlung oder andere systemische Faktoren verursacht zu werden. Die Forscher stellten fest, dass die Mäuse im All nur einer geringen täglichen Strahlendosis ausgesetzt waren, die nicht ausreicht, um die beobachteten Schäden zu erklären. Stattdessen könnte der Mangel an mechanischer Belastung in der Schwerelosigkeit der Hauptfaktor sein.

Die Ergebnisse der Studie sind besonders relevant, da sie darauf hindeuten, dass herkömmliche Maßnahmen zur Verbesserung der Knochengesundheit, wie eine angepasste Ernährung, möglicherweise nicht ausreichen. Stattdessen könnten spezielle Trainingsgeräte, die das Gewichtheben simulieren, effektiver sein. Diese Geräte könnten helfen, die mechanische Belastung der Knochen zu erhöhen und so den Verlust der Knochendichte zu verringern.

Die Auswirkungen der Mikrogravitation auf die Knochengesundheit sind nicht nur für die aktuelle Raumfahrt von Bedeutung, sondern auch für zukünftige Missionen, die längere Aufenthalte im All erfordern. Die NASA plant weitere Experimente, um Strategien zu entwickeln, die die Gesundheit der Astronauten während ihrer Missionen schützen. Diese Forschung könnte auch auf der Erde Anwendung finden, insbesondere bei der Behandlung von Osteoporose.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Studie wichtige Hinweise darauf liefert, wie die Knochengesundheit im All erhalten werden kann. Die Erkenntnisse könnten dazu beitragen, die Sicherheit und das Wohlbefinden von Astronauten bei Langzeitmissionen zu verbessern und gleichzeitig neue Ansätze für die Behandlung von Knochenerkrankungen auf der Erde zu entwickeln.


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Mikrogravitation: Eine Herausforderung für die Knochengesundheit im All
Mikrogravitation: Eine Herausforderung für die Knochengesundheit im All (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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