REDMOND / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Microsoft hat kürzlich eine innovative Funktion für Windows 11 vorgestellt, die es ermöglicht, PCs bei schwerwiegenden Systemfehlern wie Bluescreens oder kritischen Bootproblemen automatisch zu reparieren.
Microsoft hat mit der Einführung der Quick Machine Recovery (QMR) für Windows 11 einen bedeutenden Schritt in Richtung automatisierter Systemreparaturen gemacht. Diese Funktion, die derzeit im Beta-Channel getestet wird, zielt darauf ab, PCs ohne physischen Zugriff zu reparieren, was insbesondere bei kritischen Systemfehlern wie Bluescreens von unschätzbarem Wert sein kann. Die Entwicklung dieser Technologie wurde durch die weitreichende CrowdStrike-Panne im Juli 2024 beschleunigt, die Millionen von Geräten betraf und zahlreiche Unternehmen lahmlegte.
Die Quick Machine Recovery ist im Windows Recovery Environment (WinRE) integriert und ermöglicht es Windows 11, bei Erkennung eines kritischen Problems automatisch in diesen Modus zu starten. Von dort aus verbindet sich das System über Ethernet oder WLAN mit dem Internet, um Diagnosedaten an Microsoft zu senden. Sollte ein weitverbreitetes Problem erkannt werden, kann Microsoft gezielte Lösungen über Windows-Updates an die betroffenen Geräte verteilen.
Für Windows 11 Home-Geräte ist die Funktion standardmäßig aktiviert, während IT-Administratoren bei Pro- und Enterprise-Versionen die volle Kontrolle über die Aktivierung und Konfiguration der Funktion haben. Dies umfasst die Möglichkeit, die Funktion über RemoteRemedation CSP oder reagentc.exe zu aktivieren oder zu deaktivieren, Netzwerkanmeldedaten vorzubereiten und das Scan-Intervall sowie die Timeout-Zeiten anzupassen.
Die Einführung von QMR könnte die Art und Weise, wie Unternehmen mit Systemausfällen umgehen, grundlegend verändern. In der Vergangenheit waren IT-Administratoren oft gezwungen, physischen Zugriff auf die betroffenen Geräte zu haben, um Probleme zu beheben. Mit QMR könnte dieser Prozess erheblich vereinfacht werden, da Microsoft zentral Lösungen bereitstellen kann, ohne dass manuelle Eingriffe erforderlich sind.
Die Funktion ist derzeit für Windows Insider im Beta-Channel von Windows 11 Version 24H2 verfügbar. Microsoft plant, in den kommenden Tagen ein Test-Wiederherstellungspaket zu veröffentlichen, das es Nutzern ermöglicht, die Funktion in Aktion zu erleben. Experten sind der Meinung, dass ein solches Tool die CrowdStrike-Panne deutlich schneller hätte beheben können, da Microsoft den problematischen Treiber zentral hätte entfernen können.
Die Einführung von Quick Machine Recovery könnte auch Auswirkungen auf die IT-Sicherheitslandschaft haben, da Unternehmen nun in der Lage sind, schneller auf weitverbreitete Probleme zu reagieren. Dies könnte die Systemstabilität erheblich verbessern und die Ausfallzeiten minimieren. Die Frage bleibt jedoch, ob Nutzer bereit sind, ihren PC automatisch von Microsoft reparieren zu lassen oder ob sie die volle Kontrolle über ihre Geräte bevorzugen.
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