MARYLAND / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Der US-Bundesstaat Maryland plant, Bitcoin in seine Finanzstrategie zu integrieren. Am 7. Februar 2025 stellte der Abgeordnete Caylin Young einen Gesetzesentwurf vor, der die Schaffung einer Bitcoin-Reserve vorsieht.
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Maryland hat sich als 17. US-Bundesstaat dazu entschlossen, eine strategische Bitcoin-Reserve vorzuschlagen. Dies spiegelt die zunehmende Akzeptanz von Kryptowährungen auf staatlicher Ebene wider. Der Gesetzesentwurf MD HB1389, der am 7. Februar von Caylin Young eingebracht wurde, sieht vor, dass der Staat sein Anlageportfolio diversifiziert, indem er Bitcoin als Absicherung gegen die Inflation von Fiat-Währungen hält.
Wird der Entwurf verabschiedet, würde ein Bitcoin-Strategie-Reservefonds eingerichtet, der vom Staatsschatzmeister verwaltet wird und als Reservevermögen fungiert. Die Finanzierung der Investitionen in Bitcoin soll aus Mitteln erfolgen, die durch die Durchsetzung von Glücksspielverstößen eingenommen werden. Darüber hinaus erlaubt der Entwurf, dass der Fonds Bitcoin-Spenden von staatlichen Stellen und Einwohnern akzeptiert.
Ein weiterer Aspekt des Gesetzes ist die Verpflichtung staatlicher Behörden, Kryptowährungen für Steuern, Gebühren, Bußgelder und andere genehmigte Zahlungen zu akzeptieren. Die Zahlungsempfänger wären für die Transaktionsgebühren verantwortlich. Der Entwurf legt großen Wert auf Sicherheit, Transparenz und Verantwortlichkeit im Umgang mit digitalen Vermögenswerten.
Maryland reiht sich in eine wachsende Liste von Staaten ein, die ähnliche Gesetzgebungen in Betracht ziehen, darunter Arizona, Alabama und Florida. Insgesamt haben nun 17 der 50 US-Bundesstaaten entsprechende Vorschläge gemacht, wie aus Daten von bitcoinlaws.io hervorgeht.
Der Vorstoß in Maryland folgt auf ähnliche Initiativen in anderen Staaten, wie etwa in Utah, wo der Gesetzentwurf HB 230 am 6. Februar das Repräsentantenhaus passierte und nun dem Senat vorliegt. Dieser Entwurf erlaubt es dem Staatsschatzmeister, bis zu 5 % bestimmter öffentlicher Mittel in Bitcoin und andere digitale Vermögenswerte mit hoher Marktkapitalisierung zu investieren.
In Kentucky wurde am 6. Februar ein Bitcoin-Reserve-Gesetz (KY HB376) eingebracht, das der State Investment Commission erlaubt, bis zu 10 % der überschüssigen Staatsreserven in Bitcoin und andere digitale Vermögenswerte zu investieren. Währenddessen verfolgt Senatorin Cynthia Lummis ihren Bitcoin-Reserve-Gesetzentwurf weiter, der die USA als bedeutenden Halter des digitalen Vermögenswerts positionieren soll.
In einem Interview vom 21. Januar erklärte sie, dass der Entwurf mindestens 60 Stimmen im Senat für eine parteiübergreifende Unterstützung benötigt. Der Vorschlag zielt darauf ab, innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Million Bitcoin zu akkumulieren, was 5 % des Gesamtangebots entspricht.
Im Vergleich dazu verfolgt Europa einen vorsichtigeren Ansatz. Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, hat wiederholt betont, dass Bitcoin nicht in die Reserven der EU-Zentralbanken aufgenommen wird, da Bedenken hinsichtlich Liquidität, Sicherheit und seiner Verbindung zu illegalen Aktivitäten bestehen.
Während Staaten weiterhin Bitcoin-Reserven erkunden, sind sowohl politische Entscheidungsträger als auch Investoren aufgefordert, zu überlegen, wie dieses digitale Asset die traditionelle Finanzwelt in den kommenden Jahren umgestalten könnte.
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