WASHINGTON / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Marty Baron, der ehemalige Chefredakteur der Washington Post, hat Jeff Bezos für dessen Entscheidung kritisiert, die Meinungsvielfalt in der Zeitung einzuschränken. Diese Entscheidung, die eine Neuausrichtung der redaktionellen Ausrichtung vorsieht, hat in der Medienwelt für Aufsehen gesorgt.
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Marty Baron, der als ehemaliger Chefredakteur der Washington Post weithin respektiert wird, hat Jeff Bezos’ Ankündigung, den Fokus der Meinungsseiten der Zeitung zu verengen, als einen „Verrat an der Idee der freien Meinungsäußerung“ bezeichnet. In einem Interview äußerte Baron seine Besorgnis darüber, dass Bezos keine redaktionelle Seite wolle, die regelmäßig Donald Trump kritisiere.
Am Mittwoch hatte Bezos, der Gründer von Amazon und Eigentümer der Zeitung, in einer E-Mail an die Mitarbeiter angekündigt, dass die Meinungssektion der Zeitung nur noch Ansichten unterstützen werde, die „persönliche Freiheiten“ und „freie Märkte“ verteidigen. Andere Standpunkte sollen von anderen veröffentlicht werden. Diese Ankündigung stieß auf Kritik und führte zum Rücktritt des Meinungsredakteurs David Shipley.
Baron, der von 2012 bis 2021 als Chefredakteur der Washington Post tätig war, betonte, dass die Zeitung eine lange Tradition der Meinungsvielfalt habe. Bezos habe diese Vielfalt seit dem Erwerb der Zeitung unterstützt, aber seine jüngste Entscheidung sei ein Verrat an diesem Erbe und an der Idee der freien Meinungsäußerung.
Während seiner Amtszeit als Chefredakteur war Bezos laut Baron nur minimal in die redaktionelle Seite involviert. Er habe damals an eine breite Meinungsvielfalt geglaubt, die die Debatten im Land widerspiegele, was von den Lesern geschätzt wurde. Doch nun habe sich Bezos von dieser Haltung zurückgezogen und klar gemacht, dass alternative Meinungen nicht mehr zugelassen würden.
Baron argumentiert, dass Bezos’ Entscheidung im Widerspruch zum Leitbild der Post stehe – „Demokratie stirbt in der Dunkelheit“ – indem sie die öffentliche Debatte unterdrücke. Wenn man die Demokratie fördern wolle, müsse man öffentliche Debatten zulassen, was das Wesen der Demokratie ausmache.
Baron vermutet, dass Bezos aus Angst vor Repressalien von Trump und seiner Regierung handele. Diese Angst habe auch zur Entscheidung geführt, dass das Redaktionskomitee der Zeitung im vergangenen Jahr erstmals seit 30 Jahren keinen Präsidentschaftskandidaten unterstützte. Diese Entscheidung führte zu einem Aufschrei und dem Verlust von über 200.000 Abonnenten.
Baron hob hervor, dass Bezos oder seine Unternehmen auch andere Anstrengungen unternommen hätten, um die Beziehungen zu Trump zu verbessern, darunter eine Millionenspende an Trumps Inaugurationsfonds und ein Besuch von Bezos in Mar-a-Lago. Baron glaubt, dass Bezos die Washington Post von der New York Times abheben und eine Meinungsseite schaffen wolle, die eher der des Wall Street Journals ähnelt, jedoch für ein breiteres Publikum.
In Bezug auf die Zukunft sagte Baron, dass Bezos angedeutet habe, sich stark in die Meinungsberichterstattung der Zeitung einzubringen. Baron äußerte Zweifel daran, wie die Meinungsseite interessant bleiben solle, wenn alle Meinungen gleich seien, und prognostizierte einen dramatischen Rückgang der Leserschaft.
Abschließend lobte Baron die Nachrichtenberichterstattung der Post und äußerte die Hoffnung, dass Bezos sich nicht in diese einmische. Er betonte die beeindruckende Arbeit der Journalisten der Post, insbesondere in der Berichterstattung über die Trump-Administration.
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