MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Der Marsrover Curiosity hat in einer erneuten Analyse von Gesteinsproben aus dem Gale-Krater langkettige organische Moleküle entdeckt. Diese Entdeckung könnte neue Hinweise auf die chemische Vergangenheit des Mars liefern.
Der Mars, ein Planet, der einst von einer dichten Atmosphäre umgeben war, bietet Wissenschaftlern seit Jahrzehnten Rätsel auf. Neue Erkenntnisse des Marsrovers Curiosity, der seit 2012 den roten Planeten erkundet, könnten nun Licht in die chemische Vergangenheit des Mars bringen. In einer erneuten Untersuchung von Gesteinsproben aus dem Gale-Krater wurden langkettige Kohlenstoffverbindungen entdeckt, die möglicherweise auf frühe Lebensformen hindeuten könnten.
Die entdeckten Moleküle, darunter Decan, Undecan und Dodecan, gehören zu den Alkanen, die nur aus Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen. Diese Verbindungen wurden in einer Probe gefunden, die bereits 2013 gesammelt wurde. Die Analyse erfolgte mit dem Minilabor Sam an Bord von Curiosity, das speziell für den Nachweis größerer organischer Moleküle optimiert ist. Durch Erhitzen der Proben auf bis zu 850 Grad wurden die langkettigen Alkane freigesetzt und mittels Gaschromatografie-Massenspektrometrie nachgewiesen.
Die Herkunft dieser Moleküle bleibt jedoch unklar. Während einige Wissenschaftler vermuten, dass sie durch geochemische Prozesse entstanden sein könnten, gibt es auch die Möglichkeit, dass sie Spuren von frühem Leben darstellen. Auf der Erde entstehen ähnliche Fettsäuren häufig als Abbauprodukte biologischer Zellmembranen. Die regelmäßige Verteilung der Kohlenstoffkettenlängen in den Proben erinnert an biologisch produzierte Fettsäuren, was die Hypothese eines biologischen Ursprungs stützt.
Die Entdeckung dieser Moleküle wirft auch Fragen über die geologische Aktivität und das Klima des Mars auf. Der Mangel an geologischer Aktivität und das kalte, trockene Klima könnten dazu beigetragen haben, dass die organischen Substanzen über Milliarden Jahre hinweg erhalten blieben. Diese Bedingungen unterscheiden sich stark von denen auf der Erde, wo geologische Prozesse organische Materialien oft zerstören.
Für die Wissenschaftler ist die Rückführung von Marsproben zur Erde von entscheidender Bedeutung, um weitere Analysen durchzuführen. Zukünftige Missionen, wie der Marsrover Rosalind Franklin, der im Rahmen der Exomars-Mission frühestens 2028 starten soll, könnten helfen, komplexere chemische Untersuchungen durchzuführen. Auch die geplante Dragonfly-Mission der NASA zum Saturnmond Titan könnte neue Erkenntnisse über die chemische Zusammensetzung von Himmelskörpern liefern.
Die Entdeckung der langkettigen organischen Moleküle auf dem Mars zeigt, dass auch größere Moleküle in der rauen Marsumgebung über lange Zeit erhalten bleiben können. Dies eröffnet neue Perspektiven für die Suche nach Spuren von Leben auf dem Mars und anderen Himmelskörpern. Die Wissenschaftler hoffen, dass zukünftige Missionen weitere Hinweise auf die chemische und möglicherweise biologische Vergangenheit des Mars liefern werden.
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