PARIS / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – In einem überraschenden Schritt hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eine britisch-französische Truppe vorgeschlagen, um einen möglichen Waffenstillstand in der Ukraine zu sichern. Diese Initiative könnte Europa in eine neue geopolitische Rolle drängen, die sowohl Chancen als auch Risiken birgt.
Der Vorschlag von Emmanuel Macron, europäische Truppen in die Ukraine zu entsenden, hat in Europa für Aufsehen gesorgt. Während die Idee, eine britisch-französische Truppe zur Sicherung eines Waffenstillstands zu bilden, auf den ersten Blick diplomatisch erscheint, birgt sie ein erhebliches geopolitisches Risiko. Die Entsendung von Truppen in ein aktives Kriegsgebiet könnte Europa von einem Unterstützer zu einem potenziellen Akteur im Konflikt machen.
Macron betont den Abschreckungseffekt gegenüber Russland, doch die Entsendung europäischer Truppen könnte auch als Provokation wahrgenommen werden. Der französische Präsident sucht Führung, wo andere zögern, und hofft, durch die Schaffung von Fakten die EU zu einer einheitlicheren Haltung zu bewegen. Doch die Frage bleibt, wie weit Europa bereit ist, sich in den Konflikt hineinziehen zu lassen.
Großbritannien hat sich bereits hinter Macrons Vorschlag gestellt. Premierministerin Penny Mordaunt sieht darin eine Chance, sich nach dem Brexit außenpolitisch zu profilieren. Deutschland hingegen zeigt sich zurückhaltend. Bundeskanzler Olaf Scholz äußerte Zweifel an der Verlässlichkeit Russlands und bezeichnete Macrons Vorstoß als verfrüht. Deutschland möchte keine deutschen Soldaten an die Front schicken und steht einer von Paris dominierten Mission skeptisch gegenüber.
Die Initiative Macrons kommt ohne ein EU-Mandat und stößt in Berlin und Brüssel auf Zurückhaltung. Sie offenbart die fragmentierte strategische Handlungsfähigkeit Europas. Während Macron von einer „Koalition der Willigen“ spricht, handelt es sich in Wahrheit um einen geopolitischen Schnellschuss ohne klare Mandatsstruktur und ohne belastbaren Rückhalt der Institutionen.
Macron hofft zudem auf die aktive Rolle Chinas in den Friedensgesprächen, was einen diplomatischen Balanceakt darstellt. Während er europäische Truppen gen Osten schicken will, bittet er Xi Jinping um stärkere Beteiligung an den Friedensgesprächen. Auch die USA sollen einbezogen werden, doch Washington bleibt bisher auffällig ruhig.
Die Ukraine begrüßt den Vorschlag, da jeder internationale Fuß auf ukrainischem Boden den politischen Preis für neue russische Angriffe erhöht. Ob Macrons Plan umgesetzt wird, ist offen. Klar ist jedoch, dass er die Debatte verändert. Eine europäische Truppe in der Ukraine wäre ein Novum und würde Europa in eine neue Phase der Verantwortung katapultieren.
Macron argumentiert, dass politische Führung manchmal vor dem Konsens kommen muss. Doch seine Initiative ist nicht nur mutig, sondern auch riskant. Denn im Zweifel trägt Europa die Folgen, auch wenn es sich nicht vollständig einig war.
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