MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Linus Torvalds, der Schöpfer des Linux-Betriebssystems, ist bekannt für seine direkte und oft unverblümte Art, wenn es um die Qualität des Codes geht, der in den Linux-Kernel integriert wird. Kürzlich hat er seine Unzufriedenheit mit dem aktuellen Stand der Grafiktreiber-Updates für den kommenden Linux-Kernel 6.15 zum Ausdruck gebracht.
Linus Torvalds, der als Vater des Linux-Betriebssystems gilt, hat erneut seine Unzufriedenheit über die Qualität des Codes geäußert, der in den Linux-Kernel integriert wird. In einem seiner typischen Beiträge auf der Linux-Mailingliste kritisierte er scharf den neuen ‘hdrtest’-Code, der im Rahmen der Grafiktreiber-Updates für den kommenden Linux-Kernel 6.15 eingeführt wurde. Torvalds bezeichnete den Code als ‘ekelhaft’ und bemängelte, dass er unerwünschte Dateien hinterlässt, die den Entwicklungsprozess behindern und den Build-Prozess erheblich verlangsamen.
Der ‘hdrtest’-Code ist speziell für den Intel Xe-Kernel-Treiber gedacht und soll sicherstellen, dass die DRM-Header-Dateien eigenständig und dokumentationskonform sind. Torvalds’ Kritik richtet sich insbesondere gegen die Art und Weise, wie dieser Test als regulärer Bestandteil des Builds durchgeführt wird, anstatt als optionaler Test, den Entwickler bei Bedarf ausführen können. Diese Vorgehensweise führt dazu, dass zufällige Dateien in den Include-Verzeichnissen zurückbleiben, die Torvalds als ‘Scheißhaufen’ bezeichnet.
Torvalds’ Reaktion ist ein weiteres Beispiel für seine kompromisslose Haltung gegenüber Codequalität und Effizienz. Er machte deutlich, dass dieser Code in seiner aktuellen Form niemals hätte akzeptiert werden sollen und dass er vorerst deaktiviert wird, indem er als ‘BROKEN’ markiert wird. Entwickler sind nun aufgefordert, eine Lösung zu finden, die den Test optional macht, ohne dass andere Entwickler mit den unerwünschten Dateien konfrontiert werden.
Die Veröffentlichung von Linux 6.14 markiert den Beginn des Merge-Fensters für Linux 6.15, das Ende Mai oder Anfang Juni 2025 erwartet wird. Der erste von gewöhnlich sieben Release Candidates wird bereits am 6. April erwartet. Diese strikte Haltung von Torvalds zeigt, wie wichtig ihm die Qualität und Effizienz des Linux-Kernels ist, was ihn zu einem der stabilsten und zuverlässigsten Betriebssysteme der Welt gemacht hat.
Die Reaktionen aus der Entwicklergemeinschaft sind gemischt. Während einige die strenge Haltung von Torvalds als notwendig für die Aufrechterhaltung der hohen Standards des Linux-Kernels sehen, empfinden andere sie als übertrieben. Dennoch bleibt Torvalds’ Einfluss auf die Entwicklung des Linux-Kernels unbestritten, und seine Entscheidungen haben weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Open-Source-Community.
In der Zukunft wird es interessant sein zu beobachten, wie sich die Entwicklergemeinschaft an die Anforderungen von Torvalds anpasst und welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Codequalität weiter zu verbessern. Die Diskussion um den ‘hdrtest’-Code könnte als Katalysator für eine breitere Debatte über die Standards und Praktiken in der Open-Source-Entwicklung dienen.
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