MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Lazarus-Gruppe, eine berüchtigte Hackergruppe aus Nordkorea, hat erneut zugeschlagen und den größten Krypto-Hack der Geschichte durchgeführt. Trotz einer bemerkenswerten Pause in ihren Aktivitäten im Jahr 2024, die auf eine strategische Neuausrichtung hindeutet, gelang es ihnen, die Krypto-Börse Bybit um über 1,4 Milliarden US-Dollar zu erleichtern.
Die Lazarus-Gruppe, bekannt für ihre raffinierten Cyberangriffe, hat im Februar 2025 die Krypto-Börse Bybit ins Visier genommen und dabei über 1,4 Milliarden US-Dollar erbeutet. Diese Attacke stellt den größten Krypto-Hack in der Geschichte dar und zeigt, dass selbst gut gesicherte Plattformen nicht vor hochentwickelten Angriffen sicher sind. Die Hackergruppe hatte ihre Aktivitäten im Jahr 2024 merklich reduziert, was auf eine strategische Umverteilung ihrer Ressourcen hindeutet.
Experten von Chainalysis, einem führenden Unternehmen für Blockchain-Analysen, beobachteten einen signifikanten Rückgang der kriminellen Aktivitäten nordkoreanischer Cyberakteure nach dem 1. Juli 2024. Eric Jardine, Leiter der Cyberkriminalitätsforschung bei Chainalysis, vermutet, dass diese Pause mit geopolitischen Ereignissen zusammenhängen könnte, insbesondere mit der Umverteilung nordkoreanischer Ressourcen im Zuge des Ukraine-Konflikts.
Die Lazarus-Gruppe nutzte die Zeit, um neue Ziele auszuwählen und ihre Infrastruktur zu testen. Der Angriff auf Bybit wurde akribisch vorbereitet und zeigt Ähnlichkeiten mit früheren Hacks, wie dem Angriff auf WazirX und Radiant Capital. Dabei wurde eine Ethereum-Multisig-Cold-Wallet durch eine täuschende Transaktion kompromittiert, die die Signierer dazu brachte, unbewusst eine Änderung der Smart-Contract-Logik zu genehmigen.
Innerhalb von nur zehn Tagen gelang es der Gruppe, die gestohlenen Gelder vollständig über das dezentrale Crosschain-Protokoll THORChain zu waschen. Trotz dieser schnellen Geldwäsche sind Blockchain-Sicherheitsexperten optimistisch, dass ein Teil der gestohlenen Mittel eingefroren und zurückgewonnen werden kann. Bis zum 20. März 2025 waren noch über 80% der gestohlenen 1,4 Milliarden US-Dollar nachverfolgbar.
Der Angriff auf Bybit verdeutlicht die anhaltende Verwundbarkeit selbst gut gesicherter Krypto-Börsen gegenüber ausgeklügelten Cyberangriffen. Die Lazarus-Gruppe hat im Jahr 2024 insgesamt über 1,34 Milliarden US-Dollar in 47 Vorfällen gestohlen, was einem Anstieg von 102% im Vergleich zu den 660 Millionen US-Dollar im Jahr 2023 entspricht. Dies macht 61% des gesamten im Jahr 2024 gestohlenen Kryptos aus.
Die Ereignisse werfen ein Schlaglicht auf die Notwendigkeit verbesserter Sicherheitsmaßnahmen in der Kryptoindustrie. Analysten betonen, dass die Branche weiterhin innovative Lösungen entwickeln muss, um den sich ständig weiterentwickelnden Bedrohungen durch Cyberkriminelle entgegenzuwirken. Die Zukunft der Krypto-Sicherheit hängt von der Fähigkeit ab, proaktiv auf solche Bedrohungen zu reagieren und die Infrastruktur kontinuierlich zu stärken.
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