MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Der Mars, oft als trockener und lebensfeindlicher Planet betrachtet, könnte in seiner Vergangenheit lebensfreundlicher gewesen sein, als bisher angenommen. Neue Entdeckungen des NASA-Rovers Curiosity werfen ein neues Licht auf die chemischen Prozesse, die einst auf dem Roten Planeten stattgefunden haben könnten.

Die jüngste Entdeckung des NASA-Rovers Curiosity auf dem Mars hat das Potenzial, unser Verständnis über die chemische Evolution des Planeten grundlegend zu verändern. Curiosity hat die bislang längsten organischen Moleküle auf dem Mars nachgewiesen, was darauf hindeutet, dass die prähistorische Chemie dort komplexer war als bisher angenommen. Diese Moleküle, darunter Decan, Undecan und Dodecan, könnten Überreste von Fettsäuren sein, die sowohl von biologischen als auch von anorganischen Prozessen stammen könnten.

Diese Verbindungen wurden in einer Probe entdeckt, die Curiosity bereits vor fast 12 Jahren an einem Ort entnommen hat, der einem alten Flussbett ähnelt. Bei der Analyse dieser Probe auf Aminosäuren stieß das Team auf geringe Mengen der genannten Moleküle. Die Forscher vermuten, dass es sich um Überreste von Fettsäuren wie Undecansäure, Dodecansäure und Tridecansäure handelt. Um diese Hypothese zu überprüfen, wurden im Labor Experimente durchgeführt, die die Bedingungen auf dem Mars so genau wie möglich nachstellten.

Die Ergebnisse dieser Experimente zeigten, dass Undecansäure unter marsähnlichen Bedingungen Decan hinterlässt. Obwohl Curiosity die Fettsäuren selbst nicht direkt nachweisen kann, legt der Fund nahe, dass solche Verbindungen auf dem Mars existiert haben könnten. Interessanterweise produzieren nicht-biologische Prozesse normalerweise Fettsäuren mit kürzeren Kohlenstoffketten, was die Entdeckung der längeren Ketten auf dem Mars umso bemerkenswerter macht.

Diese Entdeckung unterstreicht erneut, dass die Bedingungen auf dem Mars einst günstig für die Entstehung von Leben gewesen sein könnten. Die Forscher betonen jedoch, dass es Grenzen dafür gibt, was mit den derzeitigen ferngesteuerten Instrumenten auf dem Mars nachgewiesen werden kann. Daher sei es von entscheidender Bedeutung, Proben zur Untersuchung auf die Erde zu bringen, um die chemischen Prozesse auf dem Mars besser zu verstehen.

Der Fund, der in den Proceedings of the National Academy of Sciences vorgestellt wurde, zeigt nicht nur eine komplexere Chemie auf dem Mars, sondern auch, dass Spuren dieser Chemie die Zeit überdauert haben könnten. Diese Entdeckung könnte wichtige Hinweise auf die Möglichkeit von Leben auf dem Mars in der Vergangenheit liefern und die Grundlage für zukünftige Marsmissionen bilden, die darauf abzielen, Proben zur Erde zu bringen.


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Längste organische Moleküle auf dem Mars entdeckt: Ein Hinweis auf prähistorisches Leben?
Längste organische Moleküle auf dem Mars entdeckt: Ein Hinweis auf prähistorisches Leben? (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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