MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – In der Welt der zellulären Landwirtschaft wird Künstliche Intelligenz zunehmend als Schlüsseltechnologie betrachtet, um die Produktion von kultiviertem Fleisch effizienter und nachhaltiger zu gestalten. Katharina Brenner, Doktorandin an der Technischen Universität München, setzt auf maschinelles Lernen, um die Prozesse der Zellkultivierung zu optimieren und damit einen Beitrag zur Reduzierung des CO₂-Ausstoßes in der Landwirtschaft zu leisten.
Die Technische Universität München ist ein Vorreiter in der Forschung zur zellulären Landwirtschaft, insbesondere im Bereich des kultivierten Fleisches. Unter der Leitung von Prof. Dr. Marius Henkel arbeitet ein engagiertes Team daran, die Herausforderungen der industriellen Produktion von kultiviertem Fleisch zu meistern. Katharina Brenner, eine der Doktorandinnen, setzt auf Künstliche Intelligenz, um die Effizienz der Zellkultivierung zu steigern. Dabei geht es um die Frage, wie Bioreaktoren optimal gestaltet werden können, um Zellen im großen Maßstab zu kultivieren.
Ein zentrales Thema ist die Skalierbarkeit der Produktion. Während viele Unternehmen weltweit daran arbeiten, kultiviertes Fleisch auf den Markt zu bringen, sind noch zahlreiche technische Fragen offen. Wie können Zellen in großen Bioreaktoren effizient wachsen? Welche Rolle spielen Microcarrier, kleine Trägerkügelchen, die den Zellen Halt bieten? Brenner erklärt, dass diese Kügelchen essbar sein müssen, um im Endprodukt keine Rückstände zu hinterlassen. Alternativ könnten Zellaggregate als Wachstumsbasis dienen, doch auch hier sind noch viele Fragen ungeklärt.
Maschinelles Lernen bietet die Möglichkeit, komplexe Prozesse zu simulieren und zu optimieren. Brenner nutzt KI, um Daten aus kleineren Bioreaktoren zu analysieren und auf größere Systeme zu übertragen. Dies könnte die Entwicklung neuer Zelllinien oder die Berechnung optimaler Proteinstrukturen erheblich beschleunigen. Der Einsatz von KI ermöglicht es, verschiedene Variablen effizient zu kombinieren und so die besten Bedingungen für das Zellwachstum zu identifizieren.
Die Regulierung von kultiviertem Fleisch in der Europäischen Union stellt eine weitere Herausforderung dar. Brenner betont, dass die Zulassungsprozesse beschleunigt werden müssen, um die Forschung in Europa zu halten. Derzeit verlagert sich viel Forschung nach Singapur oder in die USA, wo die Regularien weniger streng sind. Eine schnellere Zulassung könnte durch mehr Personal bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit erreicht werden.
Ein weiterer Aspekt ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Brenner wünscht sich, dass mehr Menschen aus verschiedenen Fachbereichen, wie Marketing, Ethik oder Betriebswirtschaft, sich mit der zellulären Landwirtschaft beschäftigen. Dies könnte helfen, das Thema in der Öffentlichkeit besser zu verankern und die Akzeptanz für kultiviertes Fleisch zu erhöhen. Ihr Verein „Future Foods“ setzt genau hier an und fördert den Austausch zwischen Forschung und Industrie.
Die Zukunft der zellulären Landwirtschaft hängt von vielen Faktoren ab, darunter technologische Fortschritte, regulatorische Rahmenbedingungen und gesellschaftliche Akzeptanz. Brenner und ihr Team an der TUM arbeiten daran, diese Herausforderungen zu meistern und einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Lebensmittelproduktion zu leisten. Die Kombination aus Künstlicher Intelligenz und innovativen Produktionsmethoden könnte dabei eine entscheidende Rolle spielen.
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