KASSEL / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Der Düngemittelproduzent K+S sieht sich mit erheblichen regulatorischen Hürden konfrontiert, nachdem sein Vorhaben, salzhaltiges Abwasser in eine inaktive Grube in Thüringen einzuleiten, von den Behörden abgelehnt wurde.
Der Düngemittelhersteller K+S steht vor einer bedeutenden Herausforderung, nachdem sein Plan, salzhaltiges Abwasser in die inaktive Grube Springen in Thüringen einzuleiten, von den zuständigen Behörden gestoppt wurde. Diese Entscheidung fiel aufgrund fehlender Nachweise zur langfristigen Sicherheit und der hohen Sicherheitsanforderungen, die für solche Projekte gelten. Die Ablehnung der Genehmigung hat weitreichende Konsequenzen, nicht nur für das Unternehmen selbst, sondern auch für die Arbeitsplätze im Werra-Revier, wo viele Menschen in der Kaliindustrie beschäftigt sind.
Das Regierungspräsidium Kassel hat dem Vorhaben die Zustimmung verweigert, was bereits im Februar dem Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz mitgeteilt wurde. Diese Entwicklung stellt K+S vor die Herausforderung, alternative Lösungen für die Entsorgung von überschüssigem salzhaltigem Abwasser zu finden. Bisher war die Werra ein Hauptempfänger dieser Abwässer, doch das Unternehmen sucht nach neuen Wegen, um die heimischen Arbeitsplätze der Kali-Bergleute zu sichern.
Das Genehmigungsverfahren zieht sich in Thüringen und Hessen bereits seit Jahren hin. Die Grube Springen war als potenzieller Entsorgungsort im Gespräch, doch die hohen Sicherheitsanforderungen und die Notwendigkeit, die Sicherheit zwischen den Bergwerksbereichen der beiden Bundesländer langfristig zu gewährleisten, haben die Genehmigung erschwert. Ein spezialisiertes Gutachterbüro führte intensive Prüfungen durch, doch letztlich konnte keine Einwilligung zum Entsorgungsvorhaben erzielt werden.
Im thüringisch-hessischen Grenzgebiet betreibt K+S großflächigen Kaliabbau, wobei das Werk in Unterbreizbach einer der aktiven Standorte in Thüringen ist. Neben den aktiven Standorten ist K+S auch in den stillgelegten Gruben Merkers und Springen tätig, wo jährlich staatlich finanzierte Sicherungsarbeiten stattfinden. Diese Arbeiten sind notwendig, um die Sicherheit der stillgelegten Gruben zu gewährleisten.
Die hohen Sicherheitsanforderungen im Bereich der Untertagedeponie Herfa-Neurode tragen zusätzlich zur Komplexität der Genehmigung bei. Das Verfahren wurde auf Initiative der K+S Minerals and Agriculture GmbH bereits 2020 angestoßen, erforderte jedoch das Einvernehmen zwischen den zuständigen Behörden beider Länder aufgrund eines Staatsvertrags zum grenzüberschreitenden Abbau. Die Ablehnung der Genehmigung wirft nun die Frage auf, wie K+S zukünftig mit der Entsorgung von salzhaltigem Abwasser umgehen wird.
Im Werra-Revier sind mehrere tausend Menschen beschäftigt, darunter über tausend Arbeiter aus Thüringen, die von den Entwicklungen betroffen sind. Die Entscheidung der Behörden hat daher nicht nur wirtschaftliche, sondern auch soziale Auswirkungen, da die Arbeitsplätze in der Region eng mit der Kaliindustrie verknüpft sind.
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