MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die jüngste Demo von Optifye.ai, einem Mitglied des aktuellen Y Combinator-Kohorts, hat eine hitzige Debatte über den Einsatz von KI in der Arbeitsüberwachung entfacht. Die Präsentation, die auf sozialen Medien viral ging, zeigt, wie KI-gestützte Sicherheitskameras in Fabriken eingesetzt werden, um die Produktivität der Arbeiter in Echtzeit zu überwachen.



Die Vorstellung von Optifye.ai, einem Startup aus dem aktuellen Y Combinator-Kohort, hat eine intensive Diskussion über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Überwachung von Arbeitsplätzen ausgelöst. Das Unternehmen entwickelt Software, die es Fabrikbesitzern ermöglicht, in Echtzeit zu sehen, wer arbeitet und wer nicht, indem KI-gestützte Sicherheitskameras auf den Produktionslinien eingesetzt werden. Diese Technologie soll die Effizienz steigern, indem sie die Leistung der Arbeiter überwacht und analysiert.

Die Demo, die auf der Plattform X und LinkedIn veröffentlicht wurde, zeigt einen der Mitgründer von Optifye, Kushal Mohta, in der Rolle eines Fabrikleiters, der einen Supervisor, gespielt von seinem Mitgründer Vivaan Baid, über einen leistungsschwachen Arbeiter informiert. Der Arbeiter, nur als ‘Nummer 17’ bekannt, wird für seine niedrige Effizienz kritisiert, obwohl er behauptet, den ganzen Tag gearbeitet zu haben. Diese Darstellung führte zu einer Welle der Empörung auf sozialen Medien, wo Kritiker die Technologie als ‘Sweatshops-as-a-Service’ bezeichneten.

Die Reaktionen auf die Demo waren gemischt. Während einige Nutzer die Technologie als bedenklich ansahen, verteidigten andere, wie Eoghan McCabe, CEO des Kundenservice-Startups Intercom, den Ansatz und wiesen darauf hin, dass viele Produkte in Ländern wie China und Indien unter ähnlichen Bedingungen hergestellt werden. Diese Debatte spiegelt die wachsenden Bedenken über den Einsatz von KI zur Überwachung von Arbeitnehmern wider, insbesondere in einem Umfeld, in dem viele Amerikaner laut einer Umfrage des Pew Research Centers von 2023 gegen die Überwachung von Arbeitsplätzen durch KI sind.

Y Combinator entschied sich schließlich, das Video von seinen sozialen Kanälen zu entfernen, nachdem es von mehreren Nutzern gespeichert worden war. Weder Y Combinator noch Optifye.ai haben auf Anfragen zur Stellungnahme reagiert. Diese Kontroverse verdeutlicht die zunehmenden Ängste über den Einsatz von KI im Arbeitsumfeld und die ethischen Fragen, die damit verbunden sind.

Der Vorfall zeigt auch, dass trotz der Bedenken der Öffentlichkeit Investoren weiterhin in den Bereich der Überwachungstechnologie investieren. Ein Beispiel dafür ist Invisible AI, das 2022 15 Millionen US-Dollar gesammelt hat, um Kameras zur Überwachung von Arbeitern in Fabriken zu installieren. Diese Entwicklungen werfen Fragen über die Zukunft der Arbeitsüberwachung auf und wie Unternehmen die Balance zwischen Effizienz und Arbeitnehmerrechten finden können.

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Kontroverse um KI-Überwachung in Fabriken: Optifye sorgt für Aufsehen
Kontroverse um KI-Überwachung in Fabriken: Optifye sorgt für Aufsehen (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)

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