WASHINGTON / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Eine neue Studie hat die enormen Klimaschäden aufgedeckt, die von den größten Unternehmen der Welt verursacht wurden. Diese Erkenntnisse könnten den Weg für finanzielle Verantwortlichkeit ebnen, ähnlich wie es bei den Tabakkonzernen der Fall war.
Die jüngste Untersuchung von Forschern der Dartmouth College zeigt, dass 111 der weltweit größten Unternehmen für Klimaschäden in Höhe von 28 Billionen US-Dollar verantwortlich sind. Besonders auffällig ist, dass mehr als die Hälfte dieser Summe auf nur zehn fossile Brennstoffanbieter entfällt, darunter Saudi Aramco und Gazprom. Diese beiden Unternehmen haben jeweils über zwei Billionen US-Dollar an Hitzeschäden verursacht.
Die Studie, die in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht wurde, versucht, die kausalen Zusammenhänge zwischen den Emissionen dieser Unternehmen und den daraus resultierenden Klimaschäden zu verdeutlichen. Laut den Forschern hat jede Erhöhung der Treibhausgasemissionen um ein Prozent seit 1990 Schäden in Höhe von 502 Milliarden US-Dollar verursacht, allein durch die Erwärmung. Andere extreme Wetterereignisse wie Hurrikane und Dürren sind dabei noch nicht berücksichtigt.
Christopher Callahan, der Hauptautor der Studie, betont, dass die Forschung darauf abzielt, die wissenschaftlichen Grundlagen für die Verantwortlichkeit der Unternehmen zu schaffen. Diese Erkenntnisse könnten in zukünftigen Klagen gegen große Emittenten von Bedeutung sein. Bisher war es schwierig, die Schäden einzelner Unternehmen zu quantifizieren, doch die aktuellen Daten zeigen, dass die Schäden so groß sind, dass sie sich auf Milliarden von Dollar pro Jahr belaufen können.
Die Forscher nutzten bekannte Emissionsdaten der Unternehmen, die bis zu 137 Jahre zurückreichen, um die Auswirkungen auf die globale Durchschnittstemperatur zu berechnen. Mithilfe von 1.000 Computersimulationen konnten sie die Temperaturveränderungen durch die Emissionen einzelner Unternehmen nachvollziehen. So hat beispielsweise die Verschmutzung durch Chevron die Erdtemperatur um 0,045 Grad Fahrenheit erhöht.
Die Studie zeigt auch, wie viel jede Firma zu den fünf heißesten Tagen des Jahres beigetragen hat. Diese Erkenntnisse basieren auf weiteren 80 Simulationen und einer Formel, die die Intensität extremer Hitze mit wirtschaftlichen Auswirkungen verknüpft. Diese Methodik könnte in Zukunft helfen, die wissenschaftlichen Beweise in Klimaklagen zu stärken.
Obwohl bisher keine Klage gegen große Emittenten erfolgreich war, könnte die überwältigende wissenschaftliche Evidenz, die diese Studie liefert, dazu beitragen, dies zu ändern. Die Forscher hoffen, dass ihre Arbeit andere Gruppen dazu inspiriert, ähnliche Ansätze zu verfolgen, um die Wissenschaft weiter zu verbessern und die Verantwortlichkeit der Unternehmen zu erhöhen.
Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit, die Rolle der großen Emittenten im Klimawandel zu verstehen und Maßnahmen zu ergreifen, um die Schäden zu begrenzen. Die Erkenntnisse könnten auch dazu beitragen, politische Maßnahmen zu entwickeln, die die Emissionen dieser Unternehmen reduzieren und die Auswirkungen auf das Klima mindern.
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