FRANKFURT / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Einführung von Künstlicher Intelligenz (KI) in Unternehmen bringt oft kurzfristige Herausforderungen mit sich, doch langfristig können diese Technologien zu einem erheblichen Wachstum führen. Eine aktuelle Studie, die auf einer Konferenz der Europäischen Zentralbank vorgestellt wurde, zeigt, dass Unternehmen, die den Umbruch durch KI überstehen, langfristig von gesteigerter Produktivität und Wachstum profitieren können.
Die Implementierung von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen, insbesondere in der Fertigungsindustrie, kann anfänglich zu einem Rückgang der Produktivität führen. Dies liegt daran, dass etablierte Prozesse durch den Einsatz von KI und Robotik gestört werden. Eine Studie, die auf einer Konferenz der Europäischen Zentralbank präsentiert wurde, zeigt jedoch, dass Unternehmen, die diese Phase überstehen, langfristig von den Vorteilen der KI profitieren können.
Die Autoren der Studie nutzten Daten des U.S. Census Bureau und Umfragen aus den Jahren 2017 bis 2021, um die Auswirkungen der KI-Einführung zu untersuchen. Sie fanden heraus, dass frühe Anwender von KI in der Fertigungsbranche zunächst einen Rückgang der Produktivität erlebten, da menschliche Arbeitskräfte durch Roboter ersetzt wurden. Diese Ergebnisse widersprechen der weit verbreiteten Meinung, dass KI die Arbeit produktiver macht und Arbeitsplätze eher ergänzt als ersetzt.
Kristina McElheran, eine der Autorinnen der Studie, erklärte, dass der anfängliche Rückgang der Produktivität eine Nebenwirkung der KI-Integration sei, die bestehende Praktiken wie die Lagerhaltung störe. Langfristig übertrafen diese Unternehmen jedoch in Bezug auf Umsatzwachstum, Produktivität und Beschäftigung ihre Konkurrenten, vorausgesetzt, sie überstanden die anfänglichen Herausforderungen.
Interessanterweise zeigte die Studie, dass ältere und größere Unternehmen Schwierigkeiten hatten, die Vorteile der KI voll auszuschöpfen. Diese Unternehmen kämpften oft mit der Anpassung an die neuen Technologien und konnten nicht die gleichen Produktivitätsgewinne erzielen wie jüngere, agilere Firmen.
Die Studie untersuchte eine Stichprobe von 30.000 Unternehmen, bei denen die KI-Adoption im Untersuchungszeitraum von 7,5 % auf 9,1 % anstieg. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Einführung von KI in der Industrie noch in den Anfängen steckt, aber das Potenzial für Wachstum und Effizienzsteigerungen enorm ist.
Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank, betonte in ihrer Eröffnungsrede, dass zwischen 23 % und 29 % der Arbeitnehmer in Europa stark von KI betroffen seien. Sie warnte jedoch davor, dies als Vorboten einer “Job-Apokalypse” zu sehen, da neue Arbeitsplätze entstehen würden, während alte verschwinden.
Die langfristigen Auswirkungen der KI auf die Arbeitswelt sind noch nicht vollständig absehbar, doch die Studie zeigt, dass Unternehmen, die den Wandel erfolgreich meistern, in der Lage sind, ihre Wettbewerbsfähigkeit erheblich zu steigern. Dies erfordert jedoch eine strategische Anpassung und die Bereitschaft, bestehende Prozesse zu überdenken und zu optimieren.
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