MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die jüngste Entwicklung im Bereich der Netzwerkverwaltung zeigt, wie Open-Source-Software die Flexibilität und Sicherheit in Unternehmensnetzwerken verbessern kann. Der DHCP-Server Kea, entwickelt vom Internet Systems Consortium (ISC), hat einen bedeutenden Schritt gemacht, indem er fast alle seiner bisher kommerziellen Erweiterungen als quelloffen freigegeben hat.
Der DHCP-Server Kea, der sich in den letzten Jahren als eine der führenden Lösungen für die Verwaltung von IP-Adressen in Unternehmensnetzwerken etabliert hat, steht vor einer bedeutenden Transformation. Das Internet Systems Consortium (ISC), eine US-amerikanische Non-Profit-Organisation, hat die Quellen von fast allen kommerziellen Erweiterungen offengelegt. Diese Entscheidung markiert einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung von Kea, das sich durch seine modulare und erweiterbare Architektur auszeichnet.
Im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem ISC-DHCP-Server, bietet Kea eine höhere Flexibilität und Sicherheit. Während der ISC-DHCP-Server lange als Referenzimplementierung für das DHCP-Protokoll galt, litt er unter einem monolithischen Aufbau, der die Anpassungsfähigkeit einschränkte. Kea hingegen ermöglicht es Administratoren, die Funktionen ihrer Instanz individuell zu gestalten, was die Komplexität reduziert und die Sicherheit erhöht.
Die Offenlegung der Erweiterungen, auch Hooks genannt, umfasst eine Vielzahl von Funktionen, die speziell auf die Bedürfnisse großer Unternehmensnetzwerke zugeschnitten sind. Dazu gehören unter anderem die Class Cmds für die Verwaltung von DHCP-Client-Klassen, DDNS-Tuning für die Kontrolle über DNS-Hostnamen und die forensische Protokollierung für detaillierte Log-Ausgaben. Diese Funktionen waren bisher kostenpflichtig und sind nun frei zugänglich, was die Attraktivität von Kea weiter steigert.
Dennoch bleiben zwei Erweiterungen kostenpflichtig: das Konfigurations-Backend, das die Speicherung der Kea-DHCP-Konfiguration in einer SQL-Datenbank ermöglicht, und die Role-based Access Control, die den API-Zugriff auf die Kea-DHCP-Konfiguration mittels x509-Zertifikaten beschränkt. Diese strategische Entscheidung könnte darauf abzielen, weiterhin Einnahmen zu generieren, um die Entwicklung von Kea zu unterstützen.
Mit der bevorstehenden Version 3.0 von Kea sind weitere Neuerungen geplant, darunter das Hub-and-Spoke-Modell im Hochverfügbarkeitsmodul, das eine Backup-Funktion für mehrere primäre Kea-DHCP-Server bietet. Diese Funktionalität könnte insbesondere für Unternehmen von Interesse sein, die auf eine hohe Verfügbarkeit ihrer Netzwerkdienste angewiesen sind.
Die Entscheidung von ISC, die Quellen offenzulegen, könnte auch als Reaktion auf die zunehmende Unterstützung durch Unternehmensanwender gesehen werden, die die Entwicklung von Kea durch Supportverträge fördern. Diese Entwicklung unterstreicht den Trend hin zu Open-Source-Lösungen im Unternehmensumfeld, die nicht nur kosteneffizient, sondern auch anpassungsfähig und sicher sind.
Die stabile Version 3.0 von Kea, die für Produktionsumgebungen geeignet ist, wird im Sommer 2025 erwartet. Bis dahin steht die aktuelle Entwicklungsversion 2.7.7 zum Testen zur Verfügung. ISC hofft, dass die Offenlegung der Quellen und die kontinuierliche Weiterentwicklung von Kea dazu beitragen werden, die Position des DHCP-Servers als bevorzugte Lösung für Unternehmensnetzwerke weiter zu festigen.
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