MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Der kanadische Konzern The Metals Company (TMC) plant, mit Unterstützung der USA den Tiefseebergbau voranzutreiben, ungeachtet der fehlenden internationalen Regelungen. Diese Entwicklung hat weltweit Besorgnis ausgelöst, insbesondere bei der Internationalen Meeresbodenbehörde (ISA), die vor einseitigen Maßnahmen warnt.

Der kanadische Konzern The Metals Company (TMC) hat Pläne angekündigt, den Tiefseebergbau in internationalen Gewässern voranzutreiben, indem er sich auf die Unterstützung der USA stützt. Dies geschieht in einem Kontext, in dem es noch kein gültiges UN-Regelwerk für den Abbau von Rohstoffen in der Tiefsee gibt. TMC beabsichtigt, über die US-amerikanische Ozeanographie-Behörde NOAA eine Genehmigung zu erhalten, um mineralische Rohstoffe abzubauen, ohne auf ein weltweit akzeptiertes Regelwerk zu warten.

Diese Ankündigung hat umgehend Kritik von der Internationalen Meeresbodenbehörde (ISA) hervorgerufen. Die ISA, die durch das Seerechtsübereinkommen (UNCLOS) gegründet wurde, sieht in einseitigen Maßnahmen einen Verstoß gegen das Völkerrecht und eine Untergrabung der Prinzipien des Multilateralismus. Generalsekretärin Leticia Carvalho betonte, dass die ISA die einzige zuständige Behörde für den internationalen Meeresboden sei.

Die Pläne von TMC konzentrieren sich auf die Clarion-Clipperton-Zone (CCZ) im östlichen Pazifik, wo große Mengen von Manganknollen auf dem Meeresboden liegen. Diese Knollen enthalten wertvolle Rohstoffe wie Mangan, Kobalt, Kupfer und Nickel, die für die Herstellung von Batterien genutzt werden könnten. Studien weisen jedoch auf die Gefahren für die noch wenig erforschten Ökosysteme der Tiefsee hin.

In Washington wächst das Interesse an den strategischen Chancen, die der Abbau von Manganknollen bieten könnte. Gerard Barron, Vorstandsvorsitzender von TMC, erklärte, dass bereits positive Gespräche mit Vertretern des Weißen Hauses und des US-Kongresses stattgefunden hätten. Dies zeigt, dass die USA möglicherweise bereit sind, die Pläne von TMC zu unterstützen, um von den potenziellen wirtschaftlichen Vorteilen zu profitieren.

Umweltschutzorganisationen wie die Deep Sea Conservation Coalition und Greenpeace kritisieren das Vorgehen von TMC scharf. Sie fordern ein globales Moratorium für den Tiefseebergbau, um die empfindlichen Ökosysteme zu schützen. Franziska Saalmann von Greenpeace betonte, dass TMC mit falschen Versprechungen Regierungen manipuliert habe, um sich eine Abkürzung zum Tiefseebergbau zu verschaffen.

Die schleppenden Verhandlungen der ISA über ein internationales Abkommen zum Tiefseebergbau haben bisher zu keiner klaren Einigung geführt. Auch beim jüngsten Treffen der 36 im ISA-Rat vertretenen Mitgliedstaaten wurde kein Abkommen beschlossen. Dennoch wird auf der Internetseite der ISA mehrfach betont, wie notwendig ein solches Regelwerk wäre, um den Tiefseebergbau zu regulieren und die Umwelt zu schützen.


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Kanadischer Konzern plant Tiefseebergbau mit US-Unterstützung
Kanadischer Konzern plant Tiefseebergbau mit US-Unterstützung (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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